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Tarantinos meisterhaftes Action-Feuerwerk
5 Bilder zur Sendung
Thriller
Reservoir Dogs - Wilde Hunde
Spielfilm
USA 1992
ab 16
95 Min. (99 Min.)
Originaltitel: Reservoir Dogs
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Eine Bande an Kriminellen möchten einen großen Diamantenraub angehen. Doch bei der Durchführung passiert eine Panne nach der nächsten. Offensichtlich gibt es einen Spitzel unter ihnen.
Acht Männer sitzen in einem Café und unterhalten sich über Popsongs und Trinkgelder. Was wie ein heiterer Männerabend wirkt, ist in Wahrheit das letzte Treffen einer Gangsterbande vor einem Juwelenraub. Angeheuert von Gangchef Joe Cabot und seinem Sohn, dem "netten Eddie", sollen Mr. Orange, Mr. White, Mr. Pink, Mr. Blonde, Mr. Blue und Mr. Brown, die sich gegenseitig nur unter ihren Decknamen kennen, den Coup durchführen und sich danach in einer verlassenen Lagerhalle treffen. Am Tatort jedoch wartet schon die Polizei auf sie. Wer entkommen kann, flüchtet sich zum ausgemachten Treffpunkt: Der angeschossene Mr. Orange, der zu verbluten droht, der erfahrene Mr. White und der nervöse Mr. Pink. Schnell ist allen Beteiligten klar: Es kann nur einer von ihnen sein, der sie verraten hat. Als Mr. Blonde mit einem Polizisten im Kofferraum auftaucht, soll dieser dazu gebracht werden, den Informanten preiszugeben. Während die Übrigen die Wagen, die für den Coup benutzt wurden, verstecken, versucht Mr. Blonde vergebens, die Wahrheit aus dem Polizisten herauszufoltern. Als er sein Opfer lebendig verbrennen will, wird er jedoch vom schwer verletzten Mr. Orange erschossen. Bei der Rückkehr der übrigen Gangster kommt es im Gewirr der Anschuldigungen zu einem extrem blutigen Finale. Quentin Tarantinos Regiedebüt zeigt schon deutlich die Vorliebe des Regisseurs, das klassische Genrekino, hier das "Heistmovie" - ein Subgenre des Gangsterfilms -, gegen den Strich zu bürsten. Dabei stellt er die konventionelle Dramaturgie auf den Kopf: Die Exposition, in der scheinbar belangloses Zeug am Cafétisch gequatscht wird, ist allein acht Minuten lang und weist wenig auf den Gangstercoup hin. Der wird dafür in einer gewagten Ellipse gleich im Anschluss fast vollständig ausgespart. Und ähnlich unvorhersehbar geht die Entwicklung der Geschichte weiter. Mal verlangsamt Tarantino die Handlung, dann wieder erzählt er rasant und elliptisch mit zynischem Witz. Er konzentriert sich auf einen Ort, die Lagerhalle. Sie bildet den örtlichen und zeitlichen Rahmen, wird zur Bühne des Gangsterensembles. Von dort aus geben die inhaltlich hochverdichteten Rückblenden Aufschluss über die Geschehnisse vor dem Zusammentreffen in der Lagerhalle und die Einschleusung des Polizeispitzels in die Gruppe. Die exzellenten Dialoge, die, wie bei Tarantino üblich, nicht immer (nur) der Handlung dienen, sind stilisiert, von subtilem Witz und gespickt mit popkulturellen Referenzen. Für das als No-Budget-Film konzipierte Werk konnte der Schauspieler Harvey Keitel gewonnen werden, der sich auch als Koproduzent an dem Film beteiligte. So konnte der Film schließlich mit dem geringen Budget von 1,6 Millionen Dollar und professionellen Schauspielern realisiert werden. "Reservoir Dogs" wurde heftig kritisiert und löste Mitte der 90er Jahre eine Diskussion über Gewaltdarstellung im Kino aus. Die Kombination aus auf die Spitze getriebener stilisierter Brutalität, Humor und virtuoser Kameraarbeit, verstört und fasziniert gleichermaßen. "Reservoir Dogs" wurde erstmalig beim Sundance Film Festival 1992 gezeigt und machte seinen Regisseur auf einen Schlag berühmt. Tarantino begründete mit diesem Film seinen Ruf, den er später mit Kultfilmen wie "Pulp Fiction" (1994), "Kill Bill" Vol. 1 & 2 (2003/2004), "Inglourious Basterds" (2009) bestärkte. Für "Pulp Fiction" gewann er in Cannes 1994 die Goldene Palme. Vor seinem Regiedebüt schrieb Tarantino Drehbücher, unter anderem für "Natural Born Killers" (Oliver Stone, 1994) und "True Romance" (Tony Scott, 1993).
Mitwirkende
Harvey Keitel
Larry / Mr. White
Michael Madsen
Vic / Mr. Blonde
Tim Roth
Freddy / Mr. Orange
Steve Buscemi
Mr. Pink
Quentin Tarantino
Mr. Brown
Edward Bunker
Mr. Blue
Chris Penn
Nice Guy Eddie
Kirk Baltz
Marvin Nash
Lawrence Tierney
Joe Cabot
Randy Brooks
Holdaway
David Steen
Sheriff #2
Rich Turner
Sheriff #1
Tony Cosmo
Sheriff #3
Stevo Polyi
Sheriff #4
Robert Ruth
Shot Cop
Lawrence Bender
Young Cop / Radio Play Background Voice
Linda Kaye
Shocked Woman
Suzanne Celeste
Shot Woman
Scott McElroy
Cop
Jeff Shea
Chase Cop
Gerard van Gent
Bystander
Rowland Wafford
Diner Patron
Steven Wright
K-Billy DJ
Laurie Lathem
Background Radio Play
Maria Strova
Background Radio Play
Burr Steers
Background Radio Play
Craig Hamann
Background Radio Play
Michael Sottile
Teddy
Roger Avary
Drehbuch
Andrzej Sekula
Kamera
Karyn Rachtman
Musik
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