Erfrischende Max-Frisch-Verfilmung
Drama
Homo Faber
Spielfilm
D/GR/F/GBA/GB 1991
ab 12
106 Min.
Pro Tipp
Stereo
16:9
Der 50-jährige Ingenieur Walter Faber lernt auf einer Reise die viel jüngere Sabeth kennen und beginnt eine Liebesbeziehung mit ihr. Walter und Sabeth wissen nicht, dass sie Vater und Tochter sind.
Ingenieur Walter Faber ist ein äußerst rationaler Mensch, der nicht an Zufälle oder Vorhersehung glaubt. Ein Flug von Amerika nach Athen bringt seine Sicht auf das Leben allerdings ins Wanken. Die Maschine muss in Südamerika notlanden, und an eine Weiterreise ist zunächst nicht zu denken. Faber kommt mit seinem Sitznachbarn Herbert Hencke ins Gespräch. Dieser ist gerade auf dem Weg zu seinem Bruder Joachim, einem ehemaligen Studienfreund Fabers. Zufall? Joachim ist inzwischen mit Hanna verheiratet. Sie ist die Ex-Freundin Fabers und seine große Liebe, die er nie ganz vergessen konnte. Faber wird die Erinnerung an Hanna und die Zeit mit ihr wieder ganz gegenwärtig. Als er seine Reise nach Griechenland per Schiff fortsetzen muss, fällt ihm dort eine junge Frau auf, die ihn an Hanna erinnert. Die viel jüngere Sabeth erwidert sein Interesse, und die beiden kommen sich näher. Volker Schlöndorff stellt in seiner Kinoadaption von Max Frischs (1911-1991) gleichnamigem Roman "Homo Faber" nicht nur die an Sophokles' Tragödie "König Ödipus" erinnernde Liebesgeschichte ins Zentrum, sondern reichert diese auch mit den philosophischen und gesellschaftlichen Fragen an, die im Roman zu finden sind: die Begegnung von Amerika und Europa, Technik und Kunst sowie die existenzielle Frage nach Schicksal oder Zufall. Frisch hatte anfangs am Drehbuch mitgearbeitet, wurde dann krank, konnte sich das Werk aber kurz vor seinem Tod noch anschauen und war sehr angetan, vor allem auch von den drei Hauptdarstellern, dem US-Amerikaner Sam Shepard, der Französin Julie Delpy und der Deutschen Barbara Sukowa.
Ein in der Interpretationsnähe zur Ödipus-Tragödie nach Max Frischs Roman gestaltetes Drama, das in mitunter überwältigenden Bildern, überwiegend aber allzu ehrfurchtsvoll-schwerfällig die Stationen einer falschen Selbstdefinition beschreibt (Lex. des Internat. Films).
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Sam Shepard
Walter Faber
Julie Delpy
Sabeth
Barbara Sukowa
Hanna
Dieter Kirchlechner
Herbert Hencke
Traci Lind
Charlene
August Zirner
Joachim Hencke
Thomas Heinze
Kurt
Deborra-Lee Furness
Ivy
Bill Dunn
Lewin
Peter Berling
Baptist
Lorna Farrar
Arlette
Kathleen Matiezen
Stenographin
Lou Cutell
New Yorker Türsteher
Charley Hayward
Joe
Irwin Wynn
Dick
James Mathers
Pilot
Roland De Chandenay
Unesco-Delegierter
Jacques Martial
Afrikanischer Unesco-Mitarbeiter
Brigitte Catillon
Marianne
Philippe Morier-Genoud
Guillaume
Erica Lawson
Judith
Volker Schlöndorff
Regie
Rudy Wurlitzer
Drehbuch
Giorgos Arvanitis
Kamera
Pierre Lhomme
Kamera
Stanley Myers
Musik
27883771