Tödlicher Kampf: Mensch gegen Massiv
Nordwand
Abenteuerfilm
Die begeisterten Bergsteiger Toni und Andi sind seit der Kindheit eng befreundet. Ihr größter Traum ist die Besteigung des Eigers und seiner bis dato unbezwungenen Nordwand. Obwohl schon viele den Versuch, die "Mordwand" zu bezwingen, mit dem Tod bezahlt haben, sind die beiden davon überzeugt, dass sie es schaffen können. Sie treibt aber nicht nur der Ruhm - mit der Erstbesteigung winkt olympisches Gold und damit der ersehnte soziale Aufstieg. Während der Vorbereitungen am Fuß der Nordwand treffen sie Luise, Tonis Jugendliebe, die als Journalistin an der Seite des Reporters Arau über die Erstbesteigung berichten soll. Toni und Andi beginnen mit dem Aufstieg in die Nordwand, wo sie auf die Österreicher Willi und Edi treffen. Alles läuft zunächst hervorragend. Auf der Terrasse des Grand Hotels am Fuß des Eigers beobachten zahlreiche Schaulustige und Vertreter der Weltpresse den Aufstieg der vier. Doch dann schlägt das Wetter um. In der Nordwand beginnt ein dramatischer Kampf ums Überleben ... Die beeindruckende Kulisse des Eiger ist Schauplatz des großen Bergdramas "Nordwand", das in Berchtesgaden und in den Schweizer Alpen als aufwändige BR-Koproduktion entstand. "Die pointierte Gegenüberstellung von nationalsozialistischem Größenwahn und purer Abenteuerlust ist die große Stärke von Stölzls Film. ... Mit "Nordwand" ist Stölzl eine eindrucksvolle Wiederbelebung des deutschen Bergfilms gelungen" (Frankfurter Rundschau). Der Münchner Regisseur Philipp Stölzl inszenierte ein ebenso packendes wie aufwändiges Bergdrama über die Tragödie, die sich 1936 an der Eiger Nordwand ereignete. Dabei hielt sich Stölzl im zeitlichen Ablauf der Geschehnisse eng an die historischen Fakten. Da das Team aber befürchtete, dass ein reiner Männerfilm es an der Kinokasse schwer haben würde, wurde die Handlung um die fiktive Liebesgeschichte zwischen dem Bergsteiger Toni und der Reporterin Luise angereichert. Das Drehbuch - eine Gemeinschaftsarbeit von Rupert Henning, Christoph Silber, Johannes Naber und Philipp Stölzl nach einer Idee von Benedikt Röskau - und die Kamera von Kolja Brandt wurden 2009 mit dem "Preis der deutschen Filmkritik" bedacht. Im selben Jahr folgten Nominierungen für den "Deutschen Filmpreis" in den Kategorien Kamera, Tongestaltung und Szenenbild, ausgezeichnet wurden schließlich Kamera und Ton. Regisseur Philipp Stölzl, 1967 in München geboren, begann seine Karriere u. a. als Bühnenbildner am Theater, bevor er ab 1997 zunächst als Musikvideo-Regisseur, dann als Werbefilmer reüssierte. 2001 erschien sein Spielfilmdebüt, die vielgelobte Tragikomödie "Baby". Nach "Nordwand" inszenierte Stölzl 2010 seinen dritten Spielfilm: den Historienfilm "Goethe!" mit Alexander Fehling und Moritz Bleibtreu.
Link auf diese Seite