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Sophia Loren in Bestform
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Agentenkomödie
Arabeske
Spielfilm
USA 1966
ab 12
115 Min. (105 Min.)
Originaltitel: Arabesque
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Der weltfremde Oxford-Professor David Pollock gerät bei der Entzifferung einer Hieroglyphenschrift in ein aufregendes Spionage-Abenteuer. Daran ist die geheimnisvolle Yasmin nicht ganz unschuldig.
Der amerikanische Professor David Pollock lehrt im Rahmen eines Austauschs an der britischen Oxford Universität. Sein ereignisloses Leben nimmt eine dramatische Wende, als er eines Tages von Hassan Jena, dem Premierminister eines arabischen Staates, beauftragt wird, den zwielichtigen Ölmagnaten Beshraavi auszuspionieren. Tatsächlich nimmt der nichts ahnende Beshraavi wenig später Kontakt zu Pollock auf: Der Professor soll für ihn eine Botschaft entschlüsseln, die in einer uralten Symbolschrift abgefasst ist. Pollock willigt ein und glaubt an leicht verdientes Geld, bis er von Beshraavis schöner Geliebten Yasmin eine Warnung erhält: Beshraavi habe die Absicht, Pollock nach der geglückten Dechiffrierung des Dokuments zu töten. Verzweifelt versucht der Professor, aus der Londoner Stadtvilla des Ölmillionärs zu fliehen. Er versteckt die Hieroglyphen in einer Packung Bonbons, nimmt Yasmin als Geisel und bahnt sich einen Weg aus dem Haus. Nach einer wilden Verfolgungsjagd durch die Hallen und Käfige des Londoner Zoos wähnen Pollock und Yasmin sich in Sicherheit, als sie auf den Agenten Webster treffen. Aber der Schein trügt. Webster bringt Yasmin zu Yussef Kasim, dem Erzrivalen Beshraavis, während Pollock von Kasims Leuten niedergeschlagen und auf einer stark befahrenen Landstraße ausgesetzt wird. In Kasims Auftrag fährt Yasmin nach Oxford, um die Hieroglyphen zu finden. Dort trifft sie überraschend den tot geglaubten Pollock wieder und bittet ihn, ihr bei der Suche nach den Hieroglyphen zu helfen, da das Dokument eine unermessliche Bedeutung für die amerikanisch-arabischen Beziehungen habe. Aber kann Pollock ihr wirklich trauen? Nach einer Reihe waghalsiger Abenteuer und lebensgefährlicher Rettungsaktionen gelingt es dem ungleichen Duo schließlich, den mörderischen Kasim auszuschalten und sich an die Entschlüsselung des Papiers zu machen. Die codierte Botschaft ist ebenso simpel wie brisant: Noch am selben Tag soll ein Mordanschlag auf Premierminister Jena verübt werden - für Yasmin und Pollock beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Unter einer "Arabeske" versteht man in der Geschichte der islamischen Kunst ein Ornament aus verwirrend und kompliziert ineinander verschlungenen Linien streng stilisierter Ranken. Ähnlich verwirrend und raffiniert verschlungen geht es auch in Stanley Donens "Arabeske" zu, einer Mischung aus Thriller und Komödie mit parodistischen Glanzlichtern. Überaus intelligent spielt Donen mit den Erwartungen des Zuschauers, der sich nie auf sicherem Boden befindet: Komik schlägt in echte, bedrohliche Spannung um, aus dem Thriller wird im nächsten Moment die Parodie eines Thrillers. "Arabeske" knüpft an den großen Donen-Erfolg mit "Charade" aus dem Jahr 1963 an. Wie in "Charade", grandios besetzt mit Cary Grant und Audrey Hepburn, hatte Donen auch diesmal ein Traumpaar zur Verfügung. Gregory Peck (1916-2003) präsentiert sich hier in einer der wenigen Komödien seiner Laufbahn wundervoll locker und natürlich. Beinahe zwangsläufig verliebt er sich in Sophia Loren, die in den Kreationen von Christian Dior (sie kosteten die Produktionsfirma sehr viel Geld und brachten dem Modeschöpfer eine BAFTA-Nominierung für die besten Kostüme ein) unnachahmlich erstrahlte. Gleichzeitig huldigte der glühende Hitchcock-Verehrer Donen mit seinem raffiniert gestrickten Thriller um einen Mann, der unschuldig und ungewollt in ein lebensgefährliches Abenteuer gerät und in einer unheilvollen Intrige zum Gejagten wird, dem Master of Suspense, der dies u. a. in "Der unsichtbare Dritte" perfekt zelebrierte. "Fantasievolle Agenten-Komödie, einfallsreich in verschwenderischem Dekor inszeniert." (Lexikon des internationalen Films) "Stanley Donens vergnüglicher Spionagekrimi 'Arabeske' bietet mit seiner nicht unkomplizierten Story eine kurzweilige Unterhaltung auf hohem Niveau. Zu den optischen Höhepunkten gehört die nächtliche Schießerei zwischen den Aquarien des Londoner Zoos. Sophia Loren - nie war sie schöner - bildet mit dem etwas steifen Gregory Peck ein ungleiches Paar, das sich trotz wechselseitiger Verdächtigungen immer näher kommt" (Dirk Jasper Film Lexikon).
Stanley Donen prägte den Musicalfilm Hollywoods und schuf zusammen mit Gene Kelly den zeitlosen Klassiker "Du sollst mein Glücksstern sein". Dass der US-Regisseur auch das Genre des Agententhrillers meisterlich beherrschte, zeigt er unter anderem in "Arabeske" aus dem Jahr 1966. In den Hauptrollen glänzen zwei Oscarpreisträger: Hollywoodlegende Gregory Peck als ungewöhnlicher Held und die italienische Filmdiva Sophia Loren als undurchsichtige Gespielin des Schurken. Mit Action, Suspense und Humor sorgt die aufwendig inszenierte Kinoproduktion für beste Unterhaltung. Den ersehnten Oscar gewann Donen übrigens erst im Jahr 1998 für sein Lebenswerk. Er starb am 21. Februar 2019 im Alter von 94 Jahren.
Mitwirkende
Gregory Peck
Prof. David Pollock
Sophia Loren
Yasmin Azir
Alan Badel
Nejim Beshraavi
Kieron Moore
Yussef Kasim
Carl Duering
Hassan Jena
John Merivale
Maj. Sylvester Pennington Sloane
Duncan Lamont
Webster
George Coulouris
Ragheeb
Ernest Clark
Beauchamp
Harold Kasket
Mohammed Lufti
Michael Bilton
Camera Shop Owner
Windsor Davies
Policeman in Car Crash
Jimmy Gardner
Hemsley
Gordon Griffin
Fanshaw
Malya Nappi
Ragheeb's Wife
James Payne
Driving the Kidnap Lorry
Robert Rowland
Taxi Driver
Larry Taylor
Beshraavi's Henchman
Lewis Alexander
Racegoer
Jack Armstrong
Ascot Racegoer
Peter Avella
Henchman
Paul Beradi
Ascot Racegoer
Ernest Blyth
Man at Gatwick Airport
George Curtis
Man in Crowd
Mabel Etherington
Woman in Airport
Peter Evans
Ascot Racegoer
Roy Everson
Man at Press Conference
Chick Fowles
Ascot Racegoer
Jill Goldston
Ascot Racegoer
Victor Harrington
Racegoer
Stanley Donen
Regie
Julian Mitchell
screenplay
Stanley Price
screenplay
Peter Stone
screenplay
Christopher Challis
Kamera
Henry Mancini
Musik
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