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Anwalt erlebt einen verdammt miesen Tag
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Komödie
Die Krise
Spielfilm
F/I 1992
Ohne Altersbeschränkung
90 Min. (95 Min.)
Originaltitel: La crise
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Ein Anwalt verliert an einem Tag Frau und Job. Bei der Suche nach Trost stößt er bei Freunden und Familie nur auf Ablehnung - alle sind mit eigenen Problemen beschäftigt. Allein ein Obdachloser schenkt ihm für ein paar Drinks Gehör.
Paris in den frühen 1990er Jahren: Victor, ein wohlhabender Anwalt, führt ein scheinbar perfektes Leben - bis er eines Morgens aufwacht und statt seiner Frau nur einen Brief vorfindet: Sie hat ihn verlassen. Nach dem ersten Schock bringt er die zwei Kinder und die Schwiegermutter zum Bahnhof, da sie in den Ski-Urlaub fahren. Danach eilt er zur Arbeit, wo ihn der nächste Schlag erwartet: sein Rauswurf aus der Kanzlei. Der Personalleiter hat keine Zeit für Diskussionen, und auch seine Frau will sich sogleich scheiden lassen und betreibt Telefonterror. Victor ist verzweifelt und sucht Trost bei seinem Freund Paul - doch der ist hoffnungslos überarbeitet und steckt selbst in einem Ehekrieg mit seiner Frau, die ebenfalls mit Scheidung droht. Victor schafft es bei dem lautstarken Streit der beiden kaum, auch nur ein einziges Wort einzuwerfen. Nach weiteren gescheiterten Versuchen, sich Gehör zu verschaffen, landet Victor schließlich in einer Bar, in der er Michou begegnet, einem trinkfesten Vagabunden, der ihm zuhört. Nach dem Gespräch weicht Michou ihm jedoch nicht mehr von der Seite und begleitet Victor auf seiner Suche nach Verständnis und nach dem Grund, warum seine Frau ihn verlassen hat, von einer aberwitzigen Situation zur nächsten. Coline Serreau inszeniert "Die Krise" als temporeiche Gesellschaftssatire, die mit pointierten Dialogen die Auswüchse des Individualismus entlarvt: Jeder redet, niemand hört zu. Gekonnt spitzt sie die schrägen Begegnungen immer weiter zu - bis man nicht mehr anders kann, als darüber zu lachen. Damit gelingt ihr ein so unterhaltsamer wie nachdenklicher Blick auf die Krisen der modernen Gesellschaft.
Eine witzig-analytische Komödie um die gefahrvollen Auswüchse schrankenloser Selbstverwirklichung. Die humorvolle Abrechnung mit problematischen Erscheinungen des modernen Individualismus unterzieht auch die hinter jedem einzelnen stehenden gesellschaftspolitischen Kräfte einer kritisch-satirischen Betrachtung (Lex. des Internat. Films).
Mitwirkende
Vincent Lindon
Victor
Patrick Timsit
Michou
Zabou Breitman
Isa Barelle
Maria Pacôme
Frau Barelle
Yves Robert
Herr Barelle
Annick Alane
Mutter
Catherine Wilkening
Marie
Michèle Laroque
Martine
Gilles Privat
Laurent
Christian Benedetti
Paul
Joséphine Serre
Camille
Nanou Garcia
Sophie
Clotilde Mollet
Tania
Isabelle Petit-Jacques
Françoise
Didier Flamand
Herr Laville
Marie-France Santon
Frau Laville
Laurent Gamelon
Didier
Tassadit Mandi
Djamila
Valérie Alane
Thérèse
Marina Tomé
Conception
Nicolas Serreau
Pierre
Yves Llobregat
Alain
Caroline Fornier
Marianne
Viviane Marcenaro
Sylvia
Jacques Décombe
Bernard
Jacques Frantz
Monsieur Borin
Nicole Jamet
Josyane Borin
Franck-Olivier Bonnet
Bébert
Bernard Cazassus
René, le frère de Michou
Mohamed Ammouche
Mohamed
Malik Aourir
Farid
Coline Serreau
Regie
Robert Alazraki
Kamera
Sonia Wieder-Atherton
Musik
41177480