Biografie
Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben
Spielfilm
D 2009
ab 12
90 Min.
Pro Tipp
Stereo
16:9
Originaltitel: Marcel Reich-Ranicki : Mein Leben
Nach seiner Schulzeit in Berlin bleibt Marcel Reich-Ranicki als Jude das Studium verwehrt. Er wird nach Warschau deportiert und 1940 ins Ghetto umgesiedelt, wo er in größter Not auch die Liebe findet.
In Rückblenden erzählt der Film die frühe Lebensgeschichte des 1920 im polnischen Włocławek geborenen Marcel Reich-Ranicki. Nach seiner Schulzeit in Berlin bleibt ihm als Jude das Studium verwehrt. Im Herbst 1938, wenige Monate nach seinem Abitur, wird er nach Warschau deportiert, 1940 ins Ghetto umgesiedelt, wo er in größter Not auch die Liebe seines Lebens findet: Der Hochzeitstag mit Teophila (genannt 'Tosia') fällt zusammen mit dem Beginn der Räumung des Ghettos. Marcels Eltern, sein Bruder und Tosias Mutter werden in die Vernichtungslager deportiert. Im Februar 1943 gelingt Marcel mit seiner Frau die Flucht aus dem Ghetto in den Warschauer Untergrund. In den 50er Jahren entschließen sich beide zu einem ungewöhnlichen Schritt: Sie gehen in die Bundesrepublik Deutschland zurück. Marcel Reich-Ranicki wird der deutsche 'Kritiker-Papst'. Die Liebe zur deutschen Sprache und Literatur ist ihm trotz allem geblieben. In Rückblenden erzählt der Regisseur Dror Zahavi die frühe Lebensgeschichte von Marcel Reich-Ranicki zwischen dessen achtem und 38. Lebensjahr. Das als exemplarisch geltende jüdische Schicksal handelt von Demütigung und Todesangst, aber auch von Liebe und der durch nichts zu erschütternden Leidenschaft für die Literatur. Das Drehbuch zu "Mein Leben" basiert auf der gleichnamigen, 1999 veröffentlichen Autobiografie von Reich-Ranicki, die bereits 1,2 Millionen Mal verkauft und von der Kritik als eine der "bewegendsten Überlebensgeschichten des Holocaust" bezeichnet wurde. Marcel Reich-Ranicki ist seit Jahrzehnten der erfolgreichste, wirkungsvollste und deshalb auch umstrittenste Literaturkritiker der Bundesrepublik Deutschland. Durch seine Kritiken in der "F.A.Z.", der "Welt" und sein Engagement bei Tagungen der "Gruppe 47" erlangte er in kurzer Zeit einen solchen Bekanntheitsgrad, dass ihn "Die Zeit" 1960 als ständigen Literaturkritiker einstellte. In den 14 Jahren, während denen er für "Die Zeit" als Kritiker schrieb, erarbeitete er sich den Rang der wichtigsten literaturkritischen Instanz in Deutschland und hat seither wie niemand sonst das literarische Leben der Gegenwart mitgeprägt. 1973 krönte er seine Karriere als Kritiker und übernahm bis 1988 die Leitung der "Redaktion für Literatur und literarisches Leben" der "F.A.Z.". Er wurde Herausgeber und Redakteur der "Frankfurter Anthologie" der "F.A.Z." und wurde durch seine Literatursendung "Das literarische Quartett" einem noch größeren Publikum bekannt. Über ein Jahrzehnt lang, von 1988 bis 2001, war diese Sendung Pflichttermin für Literaturbegeisterte. In den 50 Jahren, in denen er in der deutschen Literaturlandschaft wirkt, wurde er mit zahlreichen Literaturpreisen, darunter auch mit dem Goethe-Preis und dem Thomas-Mann-Preis geehrt. Beim Deutschen Fernsehpreis 2008 sorgte Reich-Ranicki für Aufsehen, als er sich weigerte, den Ehrenpreis für sein Lebenswerk anzunehmen und eine heftige Debatte über die Qualität des deutschen Fernsehens auslöste. Der in Tel Aviv geborene Filmemacher Dror Zahavi, hat sich auf dem Terrain des Fernsehfilms einen Namen gemacht. Sein Diplomfilm an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam, der Porträtfilm "Alexander Penn - Ich will sein in allem", war 1988 für den "Studenten-Oscar" nominiert. 1992 reflektierte er die deutsche Wiedervereinigung in seinem ersten Spielfilm, der poetischen Politfarce "Der Besucher". Dror Zahavi drehte fünf Folgen der Krimireihe "Doppelter Einsatz" und hatte großen Erfolg mit der Folge "Die Todfreundin", für die er 1999 sowohl mit dem Bayerischer Fernsehpreis als auch mit dem Deutschen Fernsehpreis geehrt wurde. Sein wohl bekanntestes Fernsehprojekt ist der Eventfilm-Zweiteiler "Die Luftbrücke - Nur der Himmel war frei" (2005) mit Heino Ferch in der Hauptrolle, für den er 2006 die Goldene Kamera erhielt. 2008 wurde sein erster Kinofilm "Alles für meinen Vater" beim 30. Film-Festival in Moskau mit dem Publikumspreis für den besten Wettbewerbsbeitrag geehrt und in sieben Kategorien für den israelischen Filmpreis "Ophir" nominiert. Der renommierte Drehbuchautor Michael Gutmann, seit 2005 Professor für Drehbuch an der Hochschule für Fernsehen und Film in München, wurde für seine Arbeit vielfach ausgezeichnet. So 1990 mit dem goldenen "Bundesfilmpreis" für "Von Zeit zu Zeit", 1993 mit dem Publikumspreis des Filmfestes Lünen und dem "F.W. Murnau"-Preis des Kinoverbandes für "How I Got Rhythm".
In Rückblenden erzählt der Regisseur Dror Zahavi die frühe Lebensgeschichte von Marcel Reich-Ranicki zwischen dessen achtem und 38. Lebensjahr. Das exemplarisch jüdische Schicksal handelt von Demütigung und Todesangst, aber auch von Liebe und der durch nichts zu erschütternden Leidenschaft für die Literatur. Das Drehbuch zu "Mein Leben" basiert auf der gleichnamigen, 1999 veröffentlichen Autobiografie von Reich-Ranicki, die bereits 1,2 Millionen Mal verkauft und von der Kritik als eine der "bewegendsten Überlebensgeschichten des Holocaust" bezeichnet wurde. Marcel Reich-Ranicki ist seit Jahrzehnten der erfolgreichste, der wirkungsvollste und deshalb auch umstrittenste Literaturkritiker der Bundesrepublik Deutschland. Durch seine Kritiken in der FAZ, der "Welt" und sein Engagement bei Tagungen der Gruppe 47 erlangte er in kurzer Zeit einen solchen Bekanntheitsgrad, dass ihn "Die Zeit" 1960 als ständigen Literaturkritiker einstellte. In den 14 Jahren, in der er für "Die Zeit" als Kritiker schrieb, erarbeitete er sich den Rang der wichtigsten literaturkritischen Instanz in Deutschland und hat seither wie niemand sonst das literarische Leben der Gegenwart mitgeprägt. 1973 krönte er seine Karriere als Kritiker und übernahm bis 1988 die Leitung der "Redaktion für Literatur und literarisches Leben" der FAZ. Er ist Herausgeber und Redakteur der "Frankfurter Anthologie" der FAZ und wurde durch seine Literatursendung "Das literarische Quartett" einem noch größeren Publikum bekannt. Über ein Jahrzehnt lang, von 1988 bis 2001, war diese Sendung Pflichttermin für Literaturbegeisterte. In den 50 Jahren, in denen er in der deutschen Literaturlandschaft wirkt, wurde er mit zahlreichen Literaturpreisen, darunter auch mit dem Goethe-Preis und dem Thomas-Mann-Preis geehrt. Beim Deutschen Fernsehpreis 2008 sorgte Reich-Ranicki für Aufsehen, als er sich weigerte, den Ehrenpreis für sein Lebenswerk anzunehmen und eine heftige Debatte über die Qualität des deutschen Fernsehens auslöste. Der in Tel Aviv geborene Filmemacher Dror Zahavi, hat sich auf dem Terrain des Fernsehfilms einen Namen gemacht. Sein Diplomfilm an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam, der Porträtfilm "Alexander Penn - Ich will sein in allem", war 1988 für den Studenten-Oscar nominiert. 1992 reflektierte er die deutsche Wiedervereinigung in seinem ersten Spielfilm, der poetischen Politfarce "Der Besucher". Dror Zahavi drehte fünf Folgen der Krimireihe "Doppelter Einsatz" und hatte großen Erfolg mit der Folge "Die Todfreundin", für die er 1999 sowohl mit dem Bayerischen Fernsehpreis als auch mit dem Deutschen Fernsehpreis geehrt wurde. Sein wohl bekanntestes Fernsehprojekt ist der Eventfilm-Zweiteiler "Die Luftbrücke - Nur der Himmel war frei" (2005) mit Heino Ferch in der Hauptrolle, für den er 2006 die Goldene Kamera erhielt. 2010 wurde Zahavi für den International Emmy Award in der Kategorie TV-Movies/Mini-Series für "Mein Leben - Marcel Reich-Ranicki" nominiert. Für "Zivilcourage" (2010) erhielt er 2011 die Goldene Kamera in der Kategorie Bester deutscher Fernsehfilm und den Publikumspreis beim Grimme-Preis. Seine jüngsten Produktionen sind "Kehrtwende" (2011) und "München 72 - Das Attentat" (2012), in der er das Geiseldrama während der Olympischen Sommerspiele in München im Jahre 1972 nachstellt. Der renommierte Drehbuchautor Michael Gutmann, seit 2005 Professor für Drehbuch an der Hochschule für Fernsehen und Film in München, wurde 1990 mit dem Goldenen Bundesfilmpreis für "Von Zeit zu Zeit", 1993 mit dem Publikumspreis des Filmfestes Lünen und dem "F.W. Murnau"-Preis des Kinoverbandes für "How I Got Rhythm" ausgezeichnet. 1996 wurde er für das Buch zu "Nur für eine Nacht" mit dem Goldenen Löwen und dem Adolf-Grimme-Preis geehrt. 2004 überreichte man ihm die Auszeichnung als bester Drehbuchautor beim Festival "Cologne Conference" und den Bayerischen Filmpreis für das Buch zu Hans-Christian Schmids "Lichter" (2003). Mit Schmid hatte er zuvor ber.
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Matthias Schweighöfer
Marcel Reich-Ranicki
Katharina Schüttler
Tosia
Maja Maranow
Helena Reich
Joachim Król
Dawid Reich
Sylvester Groth
Geheimdienstoffizier Kawalerowicz
Alexander Khuon
Aleksander Reich
Rolf Nagel
Opa Mannhein
Filip Jarek
Marcel Reich (8 Jahre)
Henriette Richter-Röhl
Angelika Hurwitz
Thomas Meinhardt
Adam Czerniaków
Friederike Becht
Gerda Reich
Katharina Rivilis
Halina
Holger Handtke
Höfle
Frank-Leo Schröder
Auerswald
Rolf Kanies
Onkel Jakub
Oliver Bigalke
Soldat
Tino Mewes
Mandelbaum
Barbara Philipp
Genia
Maxim Kovalevski
Rotarmist
Cristin König
Emilie Langnas
Sven Pippig
Bolek
Daniele Rizzo
Hartwig
Friederike Wagner
Tante Else
Michael Witte
Lehrer
Christoph Zrenner
Lehrer Beck
Bernhard Schütz
Böll
Katharina Spiering
Gustawa
Nikolai Will
Soldat Steiner
Dror Zahavi
Regie
Michael Gutmann
teleplay
Gero Steffen
Kamera
Annette Focks
Musik
31021654