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Gar nicht mal so unschuldiges Coming-of-Age-Drama
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Drama
Unschuld und Verlangen
Spielfilm
F 2021
110 Min.
Originaltitel: Clèves
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Für die 15-jährige Solange, deren Eltern sich trennen, kann das Entdecken der Liebe nicht schnell genug beginnen. Sie versucht, ihren Nachbarn zu verführen, was eine gefährliche Dynamik annimmt.
Die 15-jährige Solange hatte sich ihren Sommer anders vorgestellt. Anstatt an einem Theaterworkshop teilzunehmen und ihrem Traum einer Schauspielkarriere näher zu kommen, sitzt sie in ihrer kleinen Heimatstadt Clèves in den französischen Alpen fest. Zudem ist die Ehe ihrer Eltern am Ende und ihre Mutter ist seit der Trennung in eine tiefe Depression gefallen. Also muss Solange den Sommer über für sie im Souvenirladen die Stellung halten. Mit Ausnahme der Hilfe ihres Mitte 30-jährigen Nahbaren Guillaume, der sich um sie kümmert, muss sie allein zurechtkommen. Doch in der Hitze des Sommers entdeckt Solange ihren Körper und ihre Lust und bemerkt, welche Wirkung sie auf die Männer in ihrem Umfeld hat. Mit dem nur wenige Jahre älteren Arnaud, den sie auf einer Party kennenlernt, sammelt sie ihre ersten sexuellen Erfahrungen. Nachdem Arnaud kurz darauf in die nächstgrößere Stadt zieht, wendet sich Solange Guillaume zu. Obwohl dieser sie zunächst immer wieder abwehrt, verfällt er schließlich ihren Reizen. Doch im Gegensatz zu Solange, für die ihr Zusammensein eher ein Spiel ist, schmiedet Guillaume bald gemeinsame Zukunftspläne. Aber als sich Arnaud wieder bei Solange meldet, muss sie sich entscheiden: nicht nur zwischen den beiden Männern, sondern auch, ob es nicht an der Zeit ist, erwachsen zu werden … Bereits vor zehn Jahren hatte sich Regisseur Rodolphe Tissot („Dein Wille geschehe“, 2012) in den Roman „Clèves“ von Marie Darrieussecq verliebt und beschlossen, einen Film daraus zu machen. In „Unschuld und Verlangen“ zeichnet er nun das sexuelle Erwachen der jungen Solange nach, die ihre eigene Weiblichkeit irgendwo zwischen Waffe und Angriffsfläche verorten muss. Beim Festival de la Fiction in La Rochelle 2021 erhielt Tissot den Preis für die beste Regie und die bisher eher unbekannte Louisiane Gouverneur den Preis für die beste weibliche Nachwuchsdarstellerin. An ihrer Seite spielt Vincent Deniard („Wohin mit Jacques?“, 2022).
Mitwirkende
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