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Drama
Toni Erdmann
Spielfilm
D/A/MC/RUM/F/CH 2016
ab 16
155 Min. (162 Min.)
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Der etwas schräge Winfried besucht in Rumänien seine Tochter, die darüber nicht besonders erfreut. Kaum ist er angeblich abgereist, taucht er als sein Alter Ego Toni Erdmann immer wieder auf.
Winfried, 65, ist ein Musiklehrer mit ausgeprägtem Hang zum Scherzen. Er lebt mit seinem alten Hund zusammen. Seine Tochter Ines ist eine Karrierefrau, die um die Welt reist, um Firmen zu optimieren. Vater und Tochter könnten unterschiedlicher nicht sein: Er, der gefühlvolle, sozialromantische Alt-68er, sie, die rationale Unternehmensberaterin, die bei einem großen Outsourcing-Projekt in Rumänien versucht, aufzusteigen und sich in einer Männerdomäne zu behaupten. Da Winfried zu Hause nicht viel von seiner Tochter sieht, beschließt er, sie spontan zu besuchen. Er überrascht sie mit Scherzgebiss und Sonnenbrille in ihrer Firma. Ines bemüht sich, gute Miene zum bösen Spiel zu machen und schleppt ihren Vater in seinen alten Jeans mit zu Businessempfängen und Massageterminen. Doch der Besuch führt nicht zu einer Annäherung. Winfried nervt seine Tochter mit lauen Witzen und unterschwelliger Kritik an ihrem leistungsorientierten Leben zwischen Meetings, Hotelbars und unzähligen E-Mails. Vater und Tochter stecken in einer Sackgasse und es kommt zum Eklat zwischen den beiden. Doch statt wie angekündigt Bukarest zu verlassen, überrascht Winfried Ines mit einer radikalen Verwandlung in Toni Erdmann, sein schillerndes Alter Ego. Mit schiefem Gebiss, schlechtem Anzug und Perücke ist Toni wilder und mutiger als Winfried und nimmt kein Blatt vor den Mund. Toni mischt sich in Ines' Berufsleben ein mit der Behauptung, der Coach ihres Chefs zu sein und startet eine rasende Abfolge von Scherzen. Überraschend lässt Ines sich auf sein Angebot ein und Vater und Tochter machen eine verblüffende Entdeckung: Je härter sie aneinandergeraten, desto näher kommen sie sich.
Regisseurin Maren Ades HFF München Abschlussfilm "Der Wald vor lauter Bäumen" wurde bereits auf einer Vielzahl internationaler Festivals gezeigt und erhielt unter anderem den Spezialpreis der Jury des Sundance Film Festivals 2005. Ihr zweiter Spielfilm "Alle anderen" hatte seine Uraufführung im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin 2009 und wurde dort mit dem Großen Preis der Jury und mit dem Silbernen Bären für Birgit Minichmayr als Beste Darstellerin ausgezeichnet.Ades dritter Film "Toni Erdmann" wurde sowohl von Kritikern als auch vom Publikum begeistert aufgenommen. Der Film gewann eine Vielzahl nationaler und internationaler Preise. Unter anderen erhielt er 2017 mehrere Deutschen Filmpreise davon auch als Bester Spielfilm, Bester Hauptdarsteller, Beste Hauptdarstellerin, Bestes Drehbuch sowie 2016 den Europäischen Filmpreis in den Kategorien: Bester Film, Beste Regie, Bestes Drehbuch und Beste Darsteller. Des Weiteren war er 2017 bei den Oscars, den Golden Globe Awards, dem César und den British Academy Film Awards jeweils als bester fremdsprachiger bzw. ausländischer Film nominiert.
Mitwirkende
Peter Simonischek
Winfried Conradi alias Toni Erdmann
Sandra Hüller
Ines Conradi
Michael Wittenborn
Titus Henneberg
Thomas Loibl
Gerald
Trystan Pütter
Tim
Hadewych Minis
Tatjana
Lucy Russell
Steph
Ingrid Bisu
Anca
Vlad Ivanov
Illiescu
Victoria Cociaș
Flavia
Jürg Löw
Gerhard
Ingrid Burkhard
Annegret
Wiktorija Malektorowytsch
Natalja
John Keogh
Mr. Myers
Ruth Reinecke
Renate
Maren Ade
Regie
Patrick Orth
Kamera
29747678