Beeindruckender Filmklassiker aus dem Jahr 1920
Drama
Der Golem, wie er in die Welt kam
Spielfilm
D 1920
Ohne Altersbeschränkung
95 Min. (91 Min.)
Pro Tipp
Prag im 16. Jahrhundert: Rabbi Löw, ein Meister der Schwarzen Kunst, haucht einer Lehmstatue Leben ein, die dem Kaiser das Leben rettet. Als der Golem sich gegen seinen Schöpfer auflehnt, bricht ein Mädchen seine Lebenskraft.
Prag, 16. Jahrhundert: Als ein Edikt des Kaisers die Juden zum Verlassen der Stadt auffordert, ist für Rabbi Löw die Zeit gekommen, nach den Regeln magischer Überlieferung aus Lehm die Gestalt des Golem zu formen, der zum Retter der Juden werden soll. Der kaiserliche Bote, Graf Florian, verliebt sich in Löws Tochter Mirjam. Während Rabbi Löw zur Audienz am Hof ist, wo er den Golem vorstellt, nutzt Florian die Zeit zu einem Stelldichein mit Mirjam. Vom Golem begeistert, fordert der Kaiser in seiner Euphorie magische Schauspiele von Löw. In einer Vision beschwört Löw den Auszug der Juden aus Ägypten, verlangt aber für seine Vorstellung absolute Ruhe, da sonst ein Unheil geschehe. Als das Gebot der Stille von Mitgliedern des Hofstaats gebrochen wird, verschwindet die Erscheinung und setzt magische Kräfte frei, die den kaiserlichen Palast in ein Trümmerfeld zu verwandeln drohen. Löws Golem rettet den Kaiser vor dem Verderben, der aus Dankbarkeit den Juden Schutz verspricht. Der Golem hat seine Pflicht erfüllt. Löw entfernt die ihn belebende Zauberformel, den „Schem“, damit die Zauberkraft sich nicht gegen die Juden wende. Aber der auf Florian eifersüchtige Famulus belebt erneut die Lehmfigur, um seinen Rivalen bei Mirjam auszuschalten. Jetzt entzieht sich der Golem dem menschlichen Willen und bringt Verderben und Zerstörung über das Ghetto ... ARTE strahlt den Film im Rahmen seiner cineconcerts aus, Stummfilmpremieren mit Musik. Die Musik von „Der Golem, wie er in die Welt kam“ ist die originale von Hans Landsberger aus dem Jahr 1920, die lange verschollen war, von Richard Siedhoff rekonstruiert werden konnte und dann für Orchester bearbeitet wurde. Sie wurde vom Deutschen Filmorchester Babelsberg unter der Leitung von Burkhard Götze eingespielt und im September 2023 im Rahmen des Kunstfestes Weimar uraufgeführt. Seit den 1990er Jahren hat das Filmmuseum München unter Heranziehung von Filmmaterial aus verschiedenen Archiven in aller Welt versucht, den Film zu rekonstruieren und wieder in seine ursprüngliche Form zu bringen. Unter Einbeziehung des erst vor einigen Jahren entdeckten, leider nur unvollständig erhaltenen Originalnegativs, das in der Cinémathèque Royale de Belgique aufbewahrt wird, einer Kopie der amerikanischen Verleihfassung aus dem George Eastman Museum in Rochester und einer eingefärbten italienischen Version des Films konnte jetzt mit Hilfe einer Partitur der wiederentdeckten Originalmusik von Hans Landsberger eine neue, definitive Fassung in deutlich verbesserter Bildqualität erstellt werden. Paul Wegeners „Der Golem, wie er in die Welt kam“ war einer der künstlerisch wie geschäftlich größten Erfolge der deutschen Stummfilmproduktion. TV-Premiere des berühmten expressionistischen Films mit der rekonstruierten Originalmusik von Hans Landsberger.
Wegeners Film war einer der künstlerisch wie geschäftlich größten Erfolge der deutschen Stummfilmproduktion, dessen außergewöhnliche, von Jugendstil und Expressionismus bestimmte Bild- und Dekorgestaltung nichts an suggestiver Wirkung eingebüßt hat (Lex. des Internat. Films).
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Paul Wegener
Der Golem
Albert Steinrück
Rabbi Löw
Lyda Salmonova
Miriam, Löws Tochter
Ernst Deutsch
Famulus
Otto Gebühr
Der Kaiser
Lothar Müthel
Florian
Loni Nest
das kleine Mädchen
Hans Stürm
Rabbi Jehuda
Max Kronert
Tempeldiener
Greta Schröder
Mägdelein mit Rose
Dore Paetzold
Kebse des Kaisers
Carl Ebert
Tempeldiener
Fritz Feld
Jester
Ursula Nest
Little Girl
Carl Boese
Regie
Henrik Galeen
Drehbuch
Karl Freund
Kamera
Guido Seeber
Kamera
Hans Landsberger
Musik
Karl-Ernst Sasse
Musik
Aljoscha Zimmermann
Musik
Lukasz Poleszak
Musik
38356742