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Drama
Steibruch
Spielfilm
CH 1942
100 Min. (99 Min.)
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Jahrelang sass Arnold Murer im Gefängnis - unschuldig. Jetzt haust er in einem verlassenen Steinbruch und will in Ruhe gelassen werden. Doch die Vergangenheit holt ihn ein.
Der Steinbrecher Arnold Murer (Heinrich Gretler) hat wegen Mordversuchs in Amerika im Zuchthaus gesessen - unschuldig, wie er immer behauptet. Als er in seine Schweizer Heimat zurückkehrt, erweckt er im Dorf Langnach Misstrauen und Aufregung. Verfemt und angefeindet zieht er sich in seine halb verfallene Hütte im Steinbruch zurück. Hier besucht ihn der schwachsinnige Näppi (Max Haufler), der selbst ein Ausgestossener ist. Und nach einer Exkursion mit ihrer Schulklasse kehrt auch das Maiti (Gritli Schell), die Pflegetochter des Gemeindeammanns, immer wieder in den Steinbruch zurück. Beide haben Zutrauen und Zuneigung zum Sonderling gefasst. Als Murer durch Maitis Pflegevater (Adolf Manz) erfährt, dass das Mädchen seine Tochter ist, hütet er das Geheimnis. Er will verhindern, dass Maiti als Kind eines "Zuchthäuslers" in Verruf kommt. Als der übereifrige Lehrer (Willy Frey) Maitis Einlieferung in eine Besserungsanstalt verlangt, macht Murer seine Vaterrechte geltend. Jetzt aber setzt ihn der Gemeindeammann unter Druck. Murer muss sein Kind verleugnen und bringt Maiti damit in Lebensgefahr. Anlässlich der Landesausstellung von 1939 inszenierte Sigfrit Steiner im Rahmen eines Wettbewerbs das Theaterstück "Steibruch. Spiil i feuf Akte" von Albert J. Welti und gewann damit den "Landi"-Preis. Die Hauptrolle spielte Heinrich Gretler. Drei Jahre später - nach diversen finanziellen und politischen Komplikationen - konnte Steiner schliesslich für die Gloriafilm gleichnamigen Spielfilm drehen. Die Rolle des 13-jährigen Mädchens Maiti besetzte er nach langer Suche mit Gritli Schell, der 15-jährigen Tochter seiner Schauspielkollegin Margarethe Schell und Schwester von Maximilian Schell. Die "erblich vorbelastete" kaufmännische Lehrtochter startete nach dem Erfolg in "Steibruch" unter dem Namen Maria Schell eine internationale Theater- und Filmkarriere. Sigfrit Steiner hat mit dem Film "Steibruch" ein schlichtes, doch einprägsames Werk geschaffen, das in einer schwierigen Zeit entstand und deshalb erst später als Kleinod des Schweizer Films erkannt und gewürdigt wurde. Die einzige noch vorhandene Kopie wurde 2006 durch die Cinémathèque suisse in Zusammenarbeit mit Memoriav und dem Schweizer Fernsehen aufwendig restauriert und erfuhr 2023 ein zusätzliches Remastering, sodass "Steibruch" jetzt endlich seine verdiente Anerkennung als grosser Klassiker des alten Schweizer Films erfahren kann.
Mitwirkende
Heinrich Gretler
Arnold Murer
Adolf Manz
Gemeindeammann Hotz
Maria Schell
Meiti
Willy Frey
Lehrer Kiburz
Max Haufler
Näppi Bärlocher
Gertrud Maria Müller
Frau Hotz
Hans Fehrmann
Schmied
Hans Kaes
Polizist
Jakob Guggi
Murers Schulfreund
Sigfrit Steiner
Dorfidiot
Edouard Delmont
Schauspieler
Enzo Ertini
Schauspieler
Emil Gyr
Schauspieler
Gustav Gnehm
Schauspieler
Elsa Bärlocher
Schauspieler
Horst Budjuhn
Drehbuch
Albert Jakob Welti
screenplay / play
Harry Ringger
Kamera
Alexander Krannhals
Musik
37971888