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Anton aus Deutschland
Anton (10) will, wie seine Freunde, zur Hitlerjugend. Seine Freundin Greta teilt die Begeisterung für die HJ nicht. Bald erfährt Anton, warum: Greta ist Jüdin. Kann er weiter mit ihr befreundet sein?
Der zehnjährige Anton will kein Außenseiter mehr sein und endlich wie all seine Freunde zur Hitlerjugend gehen, doch sein Vater ist dagegen. Also fälscht Anton kurzerhand dessen Unterschrift. Bei der feierlichen Aufnahmezeremonie in die Hitlerjugend steht dann plötzlich sein Vater vor ihm. Zu Hause kommt es zum Streit. Auch seine Freundin Greta scheint die Begeisterung für die HJ nicht zu teilen. Doch Anton fühlt sich sicher, denn seine Kameraden geben ihm Rückhalt. Mitten in einer HJ-Aktion erfährt er zufällig den Grund für Gretas ablehnende Haltung: Sie ist Jüdin. Anton erschrickt, denn er weiß nicht, wie er sich nun ihr gegenüber verhalten soll. Kann er trotzdem weiter mit Greta befreundet sein? In der Nacht des 9. Novembers 1938 beobachtet Anton Ausschreitungen auf der Straße. Greta und ihre Eltern suchen Schutz bei seiner Familie. Anton erkennt, zu was die Nazis fähig sind. Er sucht vertraulichen Rat bei seinem Kameraden Rudi und bringt damit seinen Vater, Greta und ihre Familie in große Schwierigkeiten. Die Serie beginnt in Deutschland, dem Land, von dem der Zweite Weltkrieg ausging. Die Kindheit in Deutschland war 1938 neben dem Elternhaus und der Schule vor allem durch die Jugendorganisationen der Nationalsozialisten geprägt. Kindheit und Erziehung war im Dritten Reich keine Privatangelegenheit, sondern spätestens ab dem zehnten Lebensjahr der Kinder „Staatssache“. Der Einfluss der Eltern sollte begrenzt werden. Sie sollten ihre Kinder „dem Führer schenken“. Das wirkte sich nicht nur auf den Alltag der Kinder, sondern auch auf das gesamte Familienleben aus. Krieg - ein Thema für Kinder? Es gibt zahlreiche Bücher und Dokumentarfilme über den Zweiten Weltkrieg. Sie zeigen uns auf verschiedenste Weise, wie wichtig es ist, die Erinnerung wachzuhalten, um die Geschehnisse nicht dem Vergessen preiszugeben. Auch aus der Schule ist das Thema nicht wegzudenken. Im vorliegenden Programm wird die Geschichte des Krieges und des Holocausts mit sorgfältig ausgesuchtem Archivmaterial erzählt, dessen Aufbereitung für Kinder ab zehn Jahren geeignet ist.
Der Zweite Weltkrieg - ein Thema für Kinder? Ja, denn nur wenn Kinder die Vergangenheit kennen, können sie auch die Gegenwart verstehen. Krieg, Flucht, Antisemitismus und Rassismus sind nicht nur Geschichte, sondern sehr aktuell. Die Auseinandersetzung mit diesen Themen ist grundlegend für unser gesellschaftliches Miteinander und relevant. "Der Krieg und ich" stellt sich daher der schwierigen Aufgabe, die ernsten und sensiblen Themen Krieg und Holocaust in einer altersgerechten Form für Kinder aufzubereiten. In acht Episoden zeigt die Dramaserie "Der Krieg und ich", wie Kinder den Zweiten Weltkrieg erlebt haben. Jede der acht Episoden enthält die Geschichte eines Kriegskindes. Aus einer Vielzahl von Erlebnisberichten aus ganz Europa wurde die Auswahl der Episoden so getroffen, dass die Serie jungen Zuschauern ermöglicht, verschiedene Perspektiven kennenzulernen bzw. nachzuempfinden. Gleichzeitig folgen die acht Episoden der Chronologie der Ereignisse des Zweiten Weltkriegs, ohne den emotionalen Kontakt zum Protagonisten der Episode zu verlieren. Verbunden mit einem persönlichen Kinderschicksal werden so in jeder Geschichte bedeutende historische Abschnitte oder Aspekte des Krieges, aber auch bestimmte Persönlichkeiten thematisiert. Drehzeit: 30. August bis 28. September 2017, Deutschland / 27. November bis 12. Dezember, Polen Drehorte: Schloss Blankenhain bei Crimmitschau / Blankenburg im Harz / Dresden / CeTA Studios Wrocław Festivalteilnahmen und -auszeichnungen: Die erste Episode von "Der Krieg und ich" erhielt 2018 den renommierten "Goldenen Spatz" in der Kategorie Information/Dokumentation. Die Dramaserie gehörte 2019 zu den Nominierten der "Rockie Awards" beim BANFF World Media Festival für herausragendes Fernsehen aus aller Welt. 2019 wurde "Der Krieg und ich" mit dem Kinder-Medien-Preis "Der weiße Elefant" ausgezeichnet.
Mitwirkende
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