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Gesellschaft + Soziales
RESPEKT kompakt
Reportage
D 2018
15 Min.
Originaltitel: Respekt
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Menschenrecht Wohnen - nur für Reiche?
Seit Jahren explodieren Miet- und Kaufpreise und machen die Wohnungsnot in Deutschland zu einem der drängendsten Probleme. In München recherchiert ein Filmteam Gründe, Folgen - und Lösungen.
Wohnungsnot ist nichts Neues. Anfang des 20. Jahrhunderts und nach dem 2. Weltkrieg waren in Deutschland Millionen Menschen ohne Bleibe. Aber damals haben Staat, Kommunen und Genossenschaften dann auch Millionen günstige Wohnungen gebaut. Was ist heute anders, was läuft falsch? Moderator Ramo Ali fragt die Verantwortlichen der Münchner Stadtverwaltung, warum sie die extremen Mietsteigerungen der letzten Jahre nicht verhindert haben. Er trifft Maximilian Heisler, Organisator der Demonstration „ausspekuliert“. Heisler muss selbst bald aus seiner Wohnung ausziehen, weil die Miete nach einer Luxussanierung mehr als verdoppelt wird. Ist die Gentrifizierung das Hauptproblem? Was bedeutet die Entstehung von Armen- und Reichen-Ghettos für das politische Bewusstsein? Die Soziologin Saskia Gränitz untersucht, wie Wohnungsnot entsteht und was sie anrichtet. Die Liberalisierung des Mietmarkts und ungebremste Spekulation haben das soziale Gefüge nicht nur in den großen Städten in den letzten Jahren radikal verändert, sagt sie. Dass die Städte für viele unbezahlbar werden, sei für sie nicht nur ein soziales Problem, sondern gefährde den Zusammenhalt der Demokratie. Wie sich Menschen gegen diese Entwicklung ganz individuell wehren, zeigt die RESPEKT-Reportage bei neuen Wohnbaugenossenschaften. RESPEKT besucht Aktivisten von Lau-Haus, die als Hausbesetzer anonym bleiben wollen. Und bei Felicia, die ein Tiny Haus auf dem Land baut, legt Ramo mit Hand an. Ist Downsizing ein Weg aus der Wohnmisere? "RESPEKT" will dazu beitragen, Demokratie, Grund- und Menschenrechte nicht nur als abstrakte Begriffe zu verstehen, sondern als Werte des gemeinschaftlichen Lebens. Die Online-Videos und TV-Reportagen überprüfen Vorurteile und Klischees wie Fremdenfeindlichkeit, Islamfeindlichkeit, Homophobie oder Sexismus. Die Presenter Sabine Pusch, Rainer Maria Jilg und der aus Syrien stammende Schauspieler Ramo Ali treffen Menschen, die sich für Weltoffenheit und Toleranz einsetzen. Mit Ironie und in lockerem Ton zeigen sie, wie Grundwerte und Menschenrechte im Alltag gelebt werden können - und warum wir alle von einem solidarischen Miteinander profitieren. Umfragen mit Passanten ergänzen den Blick auf das jeweilige Thema. Eine "Zahlen und Fakten"-Rubrik hilft dabei, die unterschiedlichen Standpunkte zu beurteilen und sich eine fundierte Meinung zu bilden.
Mitwirkende
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