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Gesellschaft + Soziales
Hunger als Waffe - Russlands Getreidekrieg
Reportage
F 2023
Ohne Altersbeschränkung
55 Min. (52 Min.)
Originaltitel: Le blé, l'autre arme de Poutine
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Unter Putin wurde Russland zum größten Weizenexporteur der Welt. Seit dem Einmarsch in die Ukraine destabilisiert der Kreml die Weltmärkte. Damit wächst Moskaus Einfluss auf die globale Ernährungssicherheit.
Am 24. Februar 2022 marschieren russische Truppen in die Ukraine ein. Es ist die größte Militäroperation seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Wladimir Putin will Kiew einnehmen und ein Regime einsetzen, das seine Interessen unterstützt. Schnell explodieren die Getreidepreise. Wie konnte der russische Präsident mit dem Angriff auf die Ukraine die weltweiten Agrarmärkte derart destabilisieren? Diese Dokumentation entstand in Russland, der Ukraine und Ägypten, dem größten Getreideimporteur der Welt. Politische Entscheidungsträger und landwirtschaftliche Akteure analysieren, wie Agrarprodukte und insbesondere der Weizen für Moskau zu Druckmitteln wurden, die der Rüstungsindustrie und dem Erdölexport gleichkommen. Während seiner 20-jährigen Amtszeit hat Präsident Wladimir Putin die landwirtschaftliche Leistung seines Landes wiederhergestellt. Seit 2016 ist Russland der größte Weizenexporteur der Welt. Mit dem Einmarsch in die Ukraine - ebenfalls ein bedeutender Weizenproduzent - geriet auch der dortige Getreidesektor ins Visier der russischen Armee: Betriebe und Infrastruktur wurden zerstört, in den besetzten Gebieten fanden Enteignungen statt und die Ernte wurde eingezogen. Nach dem gescheiterten Einmarsch in Kiew konzentriert sich Russland seit dem Frühjahr 2022 auf die Eroberung der landwirtschaftlichen Gebiete im Osten und Süden der Ukraine - der dortige Boden ist mit seiner schwarzen Erde einer der fruchtbarsten der Welt. Für Moskau geht es darum, einen seiner größten landwirtschaftlichen Konkurrenten zu übernehmen und die Getreidemärkte weiter zu destabilisieren, um sie schließlich zu kontrollieren. Damit sichert sich der Kreml die Unterstützung zahlreicher Getreideimporteure aus dem globalen Süden, die immer weiter in russische Abhängigkeit geraten. Mit dem Einmarsch in die Ukraine will Putin nicht nur die Grenzen eines vergangenen Reichs wiederherstellen. Er möchte auch Russlands Macht als Agrarstaat stärken, um die Welt in neue Einflusszonen aufzuteilen. Um nationale Interessen durchzusetzen, sind ihm offenbar alle Mittel recht, auch wenn sie den grundlegenden Prinzipien und Werten der Vereinten Nationen widersprechen. Mit dem Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar 2022 begann für den russischen Präsidenten die Umsetzung seines Plans für eine neue Weltordnung.
Mitwirkende
Elsa Lepoivre
Self - Narrator
Oleksandr Mekerov
Self, Ukrainian farmer
Volodymyr Lysenko
Self, Ukrainian farmer
Taras Vysotskyi
Self, First Deputy Minister of Agrarian Policy and Food of Ukraine
Yuriy Vaskov
Self, Ukraine's Deputy Minister of Infrastructure
Hussein Abu Saddam
Self, head of the Egyptian Farmer's Union
Nabil Rashwan
Self, Egyptian political analyst
Arkadi Zlotsevski
Self
Dmitri Jegortsenkov
Self
Sébastien Abis
Self, researcher at Institut de Relations Internationales et Stratégiques
Andrei Maslov
Self
Mykola Nahornyi
Self, Ambassador of Ukraine to Egypt
Denys Marchuk
Self, Deputy Chairman of the Ukrainian Agrarian Council
Andrii Vadaturskyy
Self, chief executive officer of Nibulon
Kyrylo Ovsyaniy
Self, investigative journalist
Maksym Subkh
Self, Special Representative of Ukraine for the Middle East and Africa
Galal Ezzat Balas
Self, Egyptian farmer
Mohamed Ali Hassanein
Self, Egyptian farmer
Robert Arnold
Self - Sprecher
Marit Beyer
Self - Sprecherin
Peter Haug-Lammersdorf
Self - Sprecher
Michael Kamp
Self - Sprecher
Jannek Petri
Self - Sprecher
Frank Röth
Self - Sprecher
Timo Tank
Self - Sprecher
Vincent de Cointet
Regie
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