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Recht + Kriminalität
Bürgeranwalt
Reportage
A 2024
52 Min.
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Gestohlene Kennzeichen: Warum wird der Bestohlene für Vergehen des Diebes bestraft? Kritik an Abfertigung: Warum werden 17 Jahre Arbeit nicht dafür herangezogen? Betreuung von Demenzkranken: Werden die Angehörigen so eingebunden, wie es das Gesetz vorsieht? Schaden durch E-Scooter: Kann die Verleihfirma in die Pflicht genommen werden?
Gestohlene Kennzeichen - Warum wird der Bestohlene für Vergehen des Diebes bestraft? Vergangenes Jahr wurden Herrn R. die Kennzeichentafeln seines Autos von einem un-bekannten Täter gestohlen. Nach einer Diebstahlsanzeige hat er neue Kennzeichen be-kommen und dachte, der Fall sei für ihn erledigt. Aber weit gefehlt. Weil der Dieb mit dem gestohlenen Kennzeichen immer wieder zu schnell gefahren ist und falsch geparkt hat, wurden Herrn R. alle möglichen Strafverfügungen zugestellt. Er konnte zwar mit viel Mühe eine Einstellung aller Verfahren erwirken, doch warum hat er diese Strafen über-haupt bekommen? Volksanwalt Walter Rosenkranz fordert eine Änderung im System des Zulassungsregister. Kritik an Abfertigung - Warum werden 17 Jahre Arbeit nicht dafür nicht herange-zogen Eine Lehrerin wechselte nach 17 Jahren Dienst in der Steiermark als Volksschuldirekto-rin nach Niederösterreich. Warum zählen die 17 Jahre nicht für ihre Abfertigung? Wie hat das Bildungsministerium nach Kritik der Volksanwaltschaft reagiert? Betreuung von Demenzkranken- Werden die Angehörigen so eingebunden, wie es das Gesetz vorsieht? Mit einer Vorsorgevollmacht hat die Oberösterreicherin Erna R. geregelt, dass ihr Sohn Wolfgang sich um ihre Angelegenheiten kümmern soll, wenn sie gesundheitlich nicht mehr in der Lage dazu ist. Als die Frau schließlich an fortschreitender Demenz leidet und im Heim gepflegt werden muss, wird diese Vollmacht wirksam. Doch als Frau R. im Laufe der Zeit im Pflegeheim mit verschiedenen Psychopharmaka behandelt wird, er-folgt keine Information an den Sohn. Wolfgang R., der selbst als Mediziner tätig ist, hält es für möglich, dass der Tod der Mutter mit der Kombination der verabreichten Medi-kamente zusammenhängt. Wer hätte wann den Sohn um Einwilligung fragen müssen? Schaden durch E-Scooter Kann die Verleihfirma in die Pflicht genommen werden? Im Jänner dieses Jahres ist vor dem Geschäft von Familie K. ein Scooter abgelegt wor-den. Dadurch ist die elektronische Eingangstür beschädigt worden. Der Schaden beträgt rund 3000 Euro. Familie K. dachte, die Scooterverleihfirma würde über ihre jeweilige Versicherung für den Schaden aufkommen. Doch das wurde abgelehnt. Die Scooterver-leihfirma hat in einer Diskussion in Bürgeranwalt vor einem halben Jahr anklingen las-sen, dass sie aus Kulanz bereit wäre, die Kosten zu übernehmen. Aber hat sie tatsächlich gezahlt?
Mitwirkende
38820148