Der einzige Zeuge
Kriminalfilm
Die junge Amish-Witwe Rachel Lapp reist mit ihrem siebenjährigen Sohn Samuel zu ihrer Schwester nach Philadelphia. Unterwegs wird der Junge auf einer Bahnhofstoilette Zeuge eines Mordes. Die ermittelnden Polizisten unter der Leitung von John Book versuchen, dem scheuen Jungen Informationen über die Tat zu entlocken. Tatsächlich kann Samuel einen der Mörder identifizieren, den hochdekorierten Polizisten McFee. Book versucht, McFee zu stellen, und muss erleben, dass dieser - offensichtlich durch einen internen Tipp vorgewarnt - den Spieß umdreht und Book schwer verletzt. Um seine Verletzungen auszukurieren, die Ermittlungen verdeckt fortzuführen und den Jungen und seine Mutter zu schützen, taucht Book mit den beiden in ihrer Amish-Gemeinschaft unter. Das einfache Leben der Glaubensgemeinschaft, die sich an vorindustriellen Standards orientiert, und ihre tiefgläubige, gewaltfreie und solidarische Weltsicht faszinieren den Großstädter Book. Der gegenseitige Argwohn weicht einem zunehmenden Vertrauen. Doch als sich Book in Rachel verliebt, brechen die Konfliktlinien umso deutlicher wieder auf, denn Rachel wird auch von Amish-Bruder Daniel umworben, und die Gemeindemitglieder halten im Zweifel zusammen. Der daraus resultierende Zwist bringt Book in Bedrängnis. Zur gleichen Zeit haben die Mörder um James McFee das Versteck ausgemacht und trachten nun dem einzigen Zeugen, Samuel, nach dem Leben. Regisseur Peter Weir gelingt es auf eindrucksvolle Weise, die Balance zwischen Thriller-Elementen und poetischen, kulturkritischen Tönen zu wahren. Mit Harrison Ford und Kelly McGillis in den Hauptrollen standen ihm zwei der größten Stars der 80er Jahre zur Verfügung.
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