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Wissen
Das Eiszeit-Rätsel - Warum starben die Riesentiere aus?
Reportage
D 2019
ab 12
44 Min. (45 Min.)
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Am Ende der letzten Eiszeit starben weltweit die meisten großen Tiere aus. Hat der Mensch sie ausgerottet oder wurden sie Opfer einer Zwischenwarmzeit? Die Doku begibt sich auf eine Spurensuche.
Die Dokumentation begleitet den niederländischen Eiszeit-Experten Dick Mol bei seinen Expeditionen. Er trifft auf Forscher in Europa, Kanada und den USA: Neue Funde belegen, dass die Kombination von Mensch und Klima viele Tiere an einen Kipppunkt trieb. Im Yukon Territory entdecken Paläontologen, dass höhere Temperaturen den Eiszeit-Giganten nicht erst vor 12 000 Jahren zusetzten. Im Lauf der Eiszeit traten solche Warmphasen immer wieder auf und dauerten rund 10 000 Jahre. Dann schrumpfte das kalte, trockene Grasland - der Lebensraum vieler großer Tiere. Mammuts und andere Eiszeitriesen mussten sich in Refugien zurückziehen und überlebten dort - ein Beweis für ihre Anpassungsfähigkeit. Der Klimawandel allein kann sie also nicht ausgelöscht haben. Doch am Ende der Eiszeit breitete sich der Mensch über die Erde aus. Knochen- und Erbgutanalysen zeigen nun erstmals, dass er tatsächlich eine Vorliebe für das Fleisch und das Fett der größten aller Eiszeittiere hatte: Mammuts. Unsere Urahnen brauchten das darin enthaltene Vitamin D, um zu überleben. Rund 10 000 Menschen lebten damals in Europa. Das genügte, um Tiere schon früh unter Druck zu setzen, wie die Geschichte des Höhlenbären zeigt. Menschen jagten diesen Riesen regelmäßig, bis er schon lange vor dem Ende der Eiszeit ausstarb. Auch in New Mexico kommen neue Spuren des Überlebenskampfes der Großtiere ans Licht: Fußabdrücke, konserviert in der Gipswüste White Sands. Einst grasten dort Riesenfaultiere und Präriemammuts. Das lockte auch Menschen an. Die Forscher können aus den Spuren regelrechte Jagdszenen auf diese Tiere rekonstruieren. Sie wurden zum ersten Mal für diesen Film dokumentiert. Sogar Säbelzahnkatzen, mit einem Gewicht von bis zu 300 Kilogramm und 20 Zentimeter langen Eckzähnen die gefährlichsten Raubtiere der Eiszeit, gerieten in Amerika durch Menschen in Bedrängnis. Nicht, weil unsere Vorfahren sie jagten, sondern weil sie um die Beute konkurrierten. So ist der Mensch letztlich nicht allein verantwortlich für das Aussterben der Megafauna - aber er hat erheblich dazu beigetragen. Der Film erweckt mittels Computeranimationen Eiszeitgiganten wie Wollhaarmammuts und Riesenfaultiere wieder zum Leben und zeigt auf, wie Forscher mit wissenschaftlicher Akribie und Spurensuche der Lösung eines der großen Rätsel der Erdgeschichte näher kommen. Film von Florian Breier
Mitwirkende
Goetz Bielefeldt
Narrator in German version
Emre Izat
Narrator in English version
Dick Mol
Self
Grant Zazula
Self
Jirí Svoboda
Self - Anthropologe
Herve Bocherens
Self
Johannes Krause
Self - Paläogenetiker
Nicholas Conard
Self
Susanne Münzel
Self
Gregory McDonald
Self - Paläontologe
David Bustos
Self, biologist, White Sands National Monument
Matthew Bennett
Self
John Babiarz
Self
Florian Breier
Regie
Olaf Bitterhoff
Kamera
Michael Kern
Kamera
Holger Neuhäuser
Kamera
Dieter Stürmer
Kamera
Sebastian Haßler
Musik
Siggi Mueller
Musik
Jörg Magnus Pfeil
Musik
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