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Drogen
Narco Wars - Der Kampf gegen Drogen
Reportage
GB 2021
ab 12
45 Min. (44 Min.)
Originaltitel: Narco Wars
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Nach Pablo
Die Lücke, die Pablo Escobar nach seinem Tod hinterließ, wurde von den Brüdern Gilberto und Miguel Rodríguez Orejuela besetzt. Die Bosse des Cali-Kartells zogen der Konfrontation die Korruption vor.
1993 wurde der meistgesuchte Mann der Welt von einer US-amerikanisch-kolumbianischen Elite-Einheit erschossen: Der Kokain-König Pablo Escobar war damit Geschichte. Doch die, die Lücke, die er hinterließ, wurde schnell wiederbesetzt - von den Brüdern Gilberto und Miguel Rodríguez, den Bossen des Cali-Kartells. Anders als Escobar versuchten sie nicht, ihre Interessen durch direkte Konfrontation durchzusetzen, sondern durch Korruption. So investierte das Cali-Kartell u.a. in den Wahlkampf des Präsidenten Ernesto Samper - ein Skandal, der durch die Veröffentlichung der "Narco-Kassetten" ans Licht kam.
Seit den 1970er Jahren greift die US-Regierung bei der Bekämpfung der Drogenkriminalität nicht nur auf eine eigens errichtete Behörde, die Drug Enforcement Administration (DEA), zurück. Neben der Polizeiarbeit und Präventionsprogrammen waren und sind auch Eingriffe in den südamerikanischen Drogenanbaustaaten stets eine Option der US-Außenpolitik; sei es durch die Entsendung von Militärpersonal und Beratern oder, wie im Falle der Invasion Panamas 1989, in Form einer militärischen Intervention. Gerade das Beispiel Panamas zeigt die Ambivalenz und Schwäche der militarisierten US-Drogenpolitik: So hatte sich der 1989 abgesetzte panamaische Machthaber Manuel Noriega zuvor über Jahre von der CIA dafür bezahlen lassen, Waffen an rechtsgerichtete Rebellen im benachbarten Nicaragua zu liefern. Im Gegenzug ignorierte die CIA ein Jahrzehnt lang geflissentlich Noriegas Zusammenarbeit mit dem Medellín-Kartell und konterkarierte so gleichzeitige Bemühungen der DEA, den Kokainschmuggel in die USA zu unterbinden. Diese komplexe Dimension des internationalen Drogenhandels am Schnittpunkt von Kriminalitätsbekämpfung, Geheimdienstarbeit und Außenpolitik steht im Mittelpunkt von "Narco Wars - Der Kampf gegen Drogen". Die Serie zeichnet die Entstehung der international operierenden Kartelle im Südamerika der 1970er und 80er Jahre nach und verfolgt ihre Entwicklung über die Jahrzehnte. Dabei untersucht sie anhand exemplarischer Biografien von Bossen wie "El Chapo" Guzman oder Pablo Escobar, wie die Anbau-, Produktions- und Schmuggelnetzwerke aufgebaut sind und warum sie trotz teils spektakulärer Erfolge der Ermittlungsbehörden niemals auf Dauer geschwächt oder gar zerschlagen werden konnten.
Mitwirkende
Chris Feistl
Self - DEA Agent
Carlos Valderrama
Self
Tom Brokaw
Self
Joe Toft
Self - DEA Chief in Colombia
Ernesto Samper
Self
Jim Shedd
Self - DEA Agent
Miguel Rodríguez Orejuela
Self
William Rodriguez Abadia
Self - Son of Miguel Rodríguez Orejuela
Gilberto Rodríguez Orejuela
Self
Jacquin Strouss Lucena
Self
César Gaviria
Self
Francisco Santos Calderón
Self - Vice President of Colombia
Juan Pablo Montoya
Self - Colombian Navy
Jerry Salameh
Self - DEA Agent
Rosso Jose Serrano
Self - Head of Colombian Police
Peter Sissons
Self
Wilfred Spears
Regie
David Schweitzer
Musik
36948392