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Kontrovers: Bruno Ganz als Hitler
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Drama
Der Untergang
Spielfilm
D/A/I 2004
ab 12
150 Min. (156 Min.)
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Der Zweite Weltkrieg neigt sich dem Ende. Die Lage in Berlin eskaliert zunehmend und es spielen sich vielerorts drastische Szenen ab. Adolf Hitler weigert sich dennoch, Berlin zu verlassen. Er möchte da sein, wenn alles zu Grunde geht...
Die Münchnerin Traudl Junge (Alexandra Maria Lara) nimmt im November 1942 eine Stelle als Privatsekretärin Adolf Hitlers (Bruno Ganz) an. Die 22-Jährige weicht nun nicht mehr von der Seite des Diktators und folgt ihm im April 1945 in den Führerbunker der Berliner Reichskanzlei. Während draußen die Rote Armee vorrückt und die dezimierten deutschen Truppen im Häuserkampf aufreibt, bereitet Eva Braun (Juliane Köhler) im Bunker ein Fest zu Hitlers 56. Geburtstag vor. Bei dem Sektempfang bitten prominente Nazis ihren "Führer", Berlin zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Doch von Kapitulation will Hitler nichts wissen. Mit Armeen, die nur in seiner Fantasie existieren, will er immer noch den "Endsieg" herbeiführen. Als Reichsinnenminister Himmler (Ulrich Noethen) eigenmächtig mit den Alliierten verhandelt, lässt Hitler dessen Adjutanten Fegelein (Thomas Kretschmann), Eva Brauns Schwager, exekutieren. Albert Speer (Heino Ferch), Rüstungsminister, Lieblingsarchitekt und treuer Gefolgsmann, teilt dem Führer mit, dass er aus Rücksicht auf die Zivilbevölkerung den Befehl missachtet habe, dem Feind "verbrannte Erde" zu hinterlassen. Erschüttert von diesem Vertrauensbruch, beginnt der Führer zu weinen. Als es keinen Ausweg mehr gibt, diktiert er Traudl Junge sein Testament und heiratet Eva Braun: Der Standesbeamte muss Hitler fragen, ob er Arier sei. Hitler lässt sich von Prof. Haase (Matthias Habich) den Gebrauch von Zyankali erklären und erteilt seinem persönlichen Adjutanten Günsche (Götz Otto) den Auftrag, seinen Leichnam zu verbrennen. Nach Hitlers Tod tötet Magda Goebbels (Corinna Harfouch) ihre sechs Kinder. Danach erschießt Goebbels (Ulrich Matthes), bis zuletzt glühender Verehrer Hitlers, seine Frau und dann sich selbst. Mit knapper Not entkommt Traudl Junge dem Inferno ... Der Roman "Der Untergang" von Joachim Fest und der Erlebnisbericht "Bis zum letzten Tag" von Traudl Junge waren für den Münchner Produzenten Bernd Eichinger der Auslöser für die Produktion des Filmes. Eichinger fand, dass es endlich an der Zeit war, das Ende eines der dunkelsten Kapitel der Geschichte Deutschlands, basierend auf möglichst authentischen Quellen, fiktional aufzuarbeiten. Die Resonanz bei Publikum und Presse – national wie international – war entsprechend groß und vielfältig. Besonders heftig diskutiert wurde die Frage, ob es erlaubt sei, Hitler als "Menschen" darzustellen. Auch in der Schweiz strömten 210 000 Zuschauerinnen und Zuschauer ins Kino. Mit ein Grund für das dortige Interesse war wohl auch die Tatsache, dass Hitler in dem Film vom Schweizer Schauspieler Bruno Ganz verkörpert wird. Offenbar war die Wahl perfekt, denn gemäß einem Artikel im Magazin "Der Spiegel" hält der britische Historiker und Hitler-Biograf Ian Kershaw Bruno Ganz' Darstellung für das erste "zwingende" Leinwandporträt des Diktators. Für Bruno Ganz war die Rolle der Startschuss für eine internationale Karriere. Er arbeitete mit den Regisseuren Francis Ford Coppola ("Youth Without You"), Uli Edel ("Der Baader Meinhof Komplex"), Theodoros Angelopoulos ("The Dust of Time"), Stephen Daldry ("Der Vorleser") und Wolfgang Panzer ("Der große Kater"). Am 16. Februar 2019 ist die Schweizer Schauspiellegende im Alter von 77 Jahren in Zürich gestorben.
Das Drehbuch zu dem Geschichtsdrama "Der Untergang" entstand nach dem gleichnamigen Buch von Joachim C. Fest sowie der Biografie "Bis zur letzten Stunde: Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben". Der Film erhielt zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen, darunter 2005 eine Oscarnominierung für den besten fremdsprachigen Film. In dieser Kategorie erhielt er im selben Jahr auch den London Critics Circle Film Award und den British Independent Film Award. 2004 bekam "Der Untergang" als bester deutscher Film den Bambi, der auch an Produzent Bernd Eichinger, Regisseur Oliver Hirschbiegel und die Darsteller Bruno Ganz, Alexandra Maria Lara und Heino Ferch ging.
Mitwirkende
Bruno Ganz
Adolf Hitler
Alexandra Maria Lara
Traudl Junge
Corinna Harfouch
Magda Goebbels
Ulrich Matthes
Joseph Goebbels
Juliane Köhler
Eva Braun
Heino Ferch
Albert Speer
Christian Berkel
Professor Schenck
Matthias Habich
Prof. Dr. Werner Haase
Thomas Kretschmann
SS-Gruppenführer Hermann Fegelein
Michael Mendl
General der Artillerie Helmuth Weidling
André Hennicke
SS-Brigadeführer Wilhelm Mohnke
Ulrich Noethen
Reichsführer SS Heinrich Himmler
Birgit Minichmayr
Gerda Christian
Rolf Kanies
General der Infanterie Hans Krebs
Justus von Dohnányi
General der Infanterie Wilhelm Burgdorf
Dieter Mann
Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel
Christian Redl
Generaloberst Alfred Jodl
Götz Otto
Adjutant SS-Hauptsturmführer Otto Günsche
Thomas Limpinsel
Heinz Linge, Kammerdiener
Thomas Thieme
Martin Bormann
Alexander Held
Walter Hewel
Donevan Gunia
Peter Kranz
Bettina Redlich
Constanze Manziarly
Heinrich Schmieder
Rochus Misch
Anna Thalbach
Hanna Reitsch
Dietrich Hollinderbäumer
Ritter Robert von Greim
Ulrike Krumbiegel
Dorothee Kranz
Karl Kranzkowski
Wilhelm Kranz
Thorsten Krohn
Dr. Stumpfegger
Jürgen Tonkel
Erich Kempka
Devid Striesow
Feldwebel Tornow
Fabian Busch
Obersturmbannführer Stehr
Christian Hoening
Reichsarzt SS Grawitz
Aleksandr Slastin
General Tschuikow
Alina Sokar
Helga Goebbels
Amelie Menges
Die Goebbels Kinder
Charlotte Stoiber
Die Goebbels Kinder
Gregory Borlein
Die Goebbels Kinder
Julia Bauer
Die Goebbels Kinder
Laura Borlein
Die Goebbels Kinder
Oliver Hirschbiegel
Regie
Bernd Eichinger
screenplay
Rainer Klausmann
Kamera
Stephan Zacharias
Musik
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