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Gesellschaft + Soziales
Tracks East
Reportage
D 2026
Ohne Altersbeschränkung
35 Min. (30 Min.)
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Helden oder Täter? - Der Geschichtsstreit zwischen Polen und der Ukraine
Der Geschichtsstreit zwischen Polen und der Ukraine spitzt sich zu, da polnische und ukrainische Forensiker in Wolhynien Opfer der UPA-Massaker von 1943 exhumieren, während Historiker und Betroffene wie Leon Popek und Karolina Romanowska nach Aufarbeitung und Versöhnung suchen.
Seit eine ukrainische Militäreinheit sich "Helden der ukrainischen Aufstandsarmee" (UPA) genannt hat, ist das Verhältnis zwischen Warschau und Kiew auf einem Tiefpunkt. Denn in Polen steht die historische UPA vor allem für die Massaker an polnischen Zivilisten in Wolhynien und Ostgalizien während des Zweiten Weltkriegs. Schätzungen zufolge wurden dabei bis zu 100.000 Menschen ermordet. In der Ukraine dagegen wird die UPA von vielen als Symbol des Unabhängigkeitskampfes verehrt: Ihre Kämpfer wollten einen eigenen ukrainischen Staat - während des Zweiten Weltkriegs und danach im Kampf gegen die sowjetische Herrschaft. "Tracks East" begibt sich auf Spurensuche und begleitet in Wolhynien ein Team von polnischen und ukrainischen Forensikern, das Opfer der Massaker von 1943 exhumiert, damit sie eine würdige Bestattung erhalten. Mit dabei: Der Historiker Leon Popek, dessen Familie von den Bluttaten betroffen war. Auch Karolina Romanowskas Familie war von den Massakern betroffen. Sie setzt sich für Versöhnung ein und wendet sich gegen eine Instrumentalisierung der Wolhynien-Opfer für politische Zwecke. Fast alle Parteien im polnischen Sejm fordern von der Ukraine, die Verbrechen der UPA anzuerkennen und sich von Nationalistenführer Stepan Bandera zu distanzieren - andernfalls könne sie nicht Mitglied der EU werden. Kiew wiederum will sich nicht vorschreiben lassen, wie es den eigenen Unabhängigkeitskampf, die UPA und Bandera erinnern soll. Wer in Polen vor allem als Täter gilt, wird in der Ukraine von vielen als Kämpfer für die Unabhängigkeit verehrt.
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