Emotional scharfes Mauer-Werk
Drama
Wir wollten aufs Meer
Spielfilm
D 2012
ab 12
110 Min. (116 Min.)
Rostock 1982. Als die beiden Freunde Cornelis und Andreas im Rostocker Hafen ankommen, haben sie nur ein Ziel: als Matrosen der DDR-Handelsmarine in die weite Welt zu fahren. Jahre später arbeiten sie immer noch an Land. Um ihren Traum doch noch wahr werden zu lassen, entschließen sie sich, mit der Stasi zu kollaborieren und einen Freund, den Vorgesetzten Matze, auszuhorchen. Matze offenbart Cornelis arglos sein Geheimnis - den Plan zur Flucht aus der DDR. Doch Cornelis kann seine Ideale nicht derart verraten und macht im letzten Moment einen Rückzieher. Als Matze am nächsten Tag beim Fluchtversuch festgenommen wird, ahnt Cornelis, wer den Freund verraten hat.
Überseehafen Rostock, 1982: Die Mauer steht - und Jahr für Jahr strömen zahlreiche junge Männer an den einzigen internationalen Hafen der DDR, das Tor zur Welt. So auch die beiden Freunde Cornelis und Andreas, die nur ein großes Ziel haben: als Matrosen der DDR-Handelsmarine aufs weite Meer zu fahren. Aber Jahre später sind sie immer noch Hafenarbeiter. Um ihr Ziel zu erreichen, lassen sie sich auf einen Pakt mit der Stasi ein. Für einen Posten bei der Handelsmarine sollen sie ihren Brigadier Matze Schönherr aushorchen, der eine Flucht plant. Matze offenbart seinen Plan, aber Cornelis bringt den Verrat nicht übers Herz. Der Opportunist Andreas knickt allerdings ein und verrät Matze, der daraufhin verhaftet wird. Ein Wortgefecht mit gegenseitigen Schuldzuweisungen führt zu einer brutalen Schlägerei zwischen den Freunden, bei der Andreas schließlich von einem LKW erfasst wird. Da Cornelis nicht mehr weiter für die Stasi spitzeln will, ist auch seine Liebe zu der Vietnamesin Phuong Mai bedroht. Als einzigen Ausweg sieht das Paar die Flucht in die BRD. Von der Stasi unter Druck gesetzt, verrät Andreas die Fluchtpläne erneut, weswegen Cornelis an der Grenze verhaftet wird, während Phuong Mai es nach Hamburg schafft. Andreas steigt zum einflussreichen Stasi-Beamten auf und will seine Macht weiter an Cornelis ausspielen. Zu diesem Zweck inszeniert er ein intrigantes Spiel, das Cornelis glauben lässt, Phuong Mai sei wieder in ihrer Heimat. Dennoch versucht Cornelis, einen Ausreiseantrag zu stellen und eine Menschenrechtsorganisation zu erreichen. Seine Pläne scheitern abermals am verräterischen Andreas. Cornelis muss in Isolationshaft. Erst als Andreas' Leben in totaler Einsamkeit endet, sieht er die Trümmer der ehemals innigen Freundschaft zu Cornelis und erkennt, dass seine eigene, einzige Konstante die Vergeblichkeit ist.
"Wir wollten aufs Meer" ist eine Geschichte um Freundschaft und Verrat vor dem Hintergrund eines autoritären Staates. Die emotionale Tiefe, die in einem solchen Stoff liegt, die Paranoia, die ein ausgedehntes Spitzelsystem wie das der Stasi in den Menschen sät, und die gesellschaftlichen Konsequenzen, wenn man niemandem mehr vertrauen kann, auch engsten Familienmitgliedern und Freunden nicht, stehen im Vordergrund dieses subtil-spannenden Films. Es ist das Kinodebüt von Toke Constantin Hebbeln, der bereits für seinen Film "Nimmermeer" 2007 mit dem Studenten-Oscar ausgezeichnet wurde. Der Film besticht durch die prominente Besetzung, mit Alexander Fehling und August Diehl in den Hauptrollen sowie Ronald Zehrfeld.
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Alexander Fehling
Cornelis Schmidt
August Diehl
Andreas Hornung
Ronald Zehrfeld
Matthias Schönherr
Rolf Hoppe
Oberst Seler
Sylvester Groth
Roman
Thomas Lawincky
Eberhard Fromm
Thao Vu
Phuong Mai
Sven Gerhardt
Stasimann
Hans-Uwe Bauer
Ralfi
Sebastian Hülk
Burkhart
Johann Jürgens
Teucher
Michael Wiesner
Maus
Michael Schenk
Dobroschke
Torsten Michaelis
Schließer
Anian Zollner
Wolfram
Sven Pippig
Kugler
Soogi Kang
Thuy
Carina Wiese
Gabi
Matthias Brenner
Personalleiter
Annika Blendl
Sabine Schönherr
Franz Broich-Wuttke
Tobias Schönherr
Julia Blankenburg
Jule
Lotte Ohm
Friseuse
Michael Arzinger
Border Patrol
Guido Böhm
Stasi-Techniker Moritz
Hans-Joachim Fisch
Häftling
Heike Hanold-Lynch
OP Schwester
Christian Harting
MfS-Offizier
Martin Hentschel
Warder
Felix Wolf
Schauspieler
Toke Constantin Hebbeln
Regie
Ronny Schalk
screenplay
Felix Novo de Oliveira
Kamera
Nic Raine
Musik
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