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Eindringlich gut: Über das Böse im Menschen
4 Bilder zur Sendung
Drama
Das weiße Band
Spielfilm
D/A/F/I/CDN 2009
ab 12
135 Min. (144 Min.)
Originaltitel: Das weiße Band - Eine deutsche Kindergeschichte
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Unerklärliche Zwischenfälle erschüttern im Sommer 1913 das Idyll einer Gemeinde im Norden Deutschlands. Der idealistische Dorflehrer kommt den schockierenden Zusammenhängen schließlich auf die Spur.
Im Sommer 1913 erschüttern unerklärliche Zwischenfälle das Idyll einer kleinen protestantischen Gemeinde im Norden Deutschlands. Zunächst fällt der Dorfarzt vom Pferd und bricht sich dabei fast den Hals. Es ist die Rede von einem über den Weg gespannten Stolperdraht, der jedoch nicht mehr auffindbar ist. Danach stirbt die Frau eines Kleinbauern bei einem vermeidbaren Arbeitsunfall im Sägewerk. Schuld am fahrlässigen Umgang mit Sicherheitsvorkehrungen ist offenbar der adlige Gutsherr. Kurz darauf wird dessen kleiner Sohn schwer misshandelt, und die Scheune seines Hofs geht in Flammen auf. Ein Racheakt? Nachdem der Säugling des Gutsverwalters nur knapp einem rätselhaften Tötungsversuch entgangen ist, und der behinderte Sohn der Hebamme halbtot geschlagen wurde, zieht man die Polizei hinzu. Doch die Ermittler kehren unverrichteter Dinge wieder in die Stadt zurück. Das Böse ist unfassbar! Und doch lebt es mitten unter den Menschen, ist Teil ihrer Gemeinschaft. Der junge, idealistische Dorflehrer kommt den schockierenden Zusammenhängen schließlich auf die Spur. Doch ihm fehlen die Worte. Als alter Mann klärt er Jahrzehnte später rückblickend die mysteriösen Ereignisse auf.
Das vielfach ausgezeichnete Historiendrama fängt mit seinen nüchternen Schwarz-Weiß-Bildern die Stimmung vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs ein. Mit eisiger Präzision zeigt der Regisseur von "Die Klavierspielerin" (2001), "Caché" (2005) und "Liebe" (2012), wie die Stützen der Gesellschaft zusammenbrechen: ein Baron, der keine Souveränität mehr ausstrahlt, ein Arzt, der seine Tochter missbraucht, und ein Pfarrer, der die Seelen seiner Kinder mit protestantischen Dogmen vergiftet. Oscar-Gewinner Michael Haneke, der auch das Buch verfasste, überzeichnet diese Figuren nicht als Monster. Ulrich Tukur, Rainer Bock und Burghart Klaußner verkörpern gespenstische Vorboten jener Generation, die Faschismus und Holocaust ermöglichen wird. 670.000 Kinobesucher sahen diese "deutsche Kindergeschichte", die unter anderem mit der Goldenen Palme und zwei Golden Globes ausgezeichnet wurde. Wie immer im Mai sendet ARTE eine Reihe von Filmen, die auf dem Festival von Cannes ihre Premiere feierten, wenn sie nicht gar mit einem Preis nach Hause gingen. Mehr Informationen im Internet ab dem 8. Mai auf: www.arte.tv/cannes Vom 15. bis zum 26. Mai präsentiert das "ARTE Journal" täglich eine Reportage zum Festival von Cannes. Parallel dazu werden weitere Beiträge (durch Bonusmaterial ergänzt) online gestellt wie ein Live-Blog, Filmausschnitte und Trailer. Mehr Informationen ab dem 8. Mai auf: www.arte.tv/cannes.
Mitwirkende
Christian Friedel
Lehrer
Leonie Benesch
Eva
Burghart Klaußner
Pastor
Ulrich Tukur
Baron
Ursina Lardi
Baronin
Rainer Bock
Arzt
Susanne Lothar
Hebamme
Birgit Minichmayr
Frieda
Josef Bierbichler
Gutsverwalter
Gabriela Maria Schmeide
Frau des Gutsverwalters
Steffi Kühnert
Frau des Pastors
Fion Mutert
Sigi
Maria Dragus
Klara
Leonard Proxauf
Martin
Levin Henning
Adolf
Johanna Busse
Margarete
Thibault Sérié
Gustav
Janina Fautz
Erna
Enno Trebs
Georg
Theo Trebs
Ferdinand
Roxane Duran
Anna
Miljan Chatelain
Rudolf
Eddy Grahl
Karli
Sebastian Hülk
Max
Kai-Peter Malina
Karl
Kristina Kneppek
Else
Stephanie Amarell
Sophie
Bianca Mey
Paula
Aaron Denkel
Kurti
Mika Ahrens
Willi
Detlev Buck
Eva's Father
Anne-Kathrin Gummich
Eva's Mother
Michael Haneke
Regie
Christian Berger
Kamera
42533730