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Einfühlsames Außenseiter-Drama aus der Türkei
4 Bilder zur Sendung
Drama
Sibel
Spielfilm
TR/F/D/L 2018
ab 12
90 Min. (95 Min.)
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Die 25-jährige Sibel wird ausgegrenzt, weil sie stumm ist. Um von der Gemeinschaft anerkannt zu werden, jagt sie einen Wolf. Im Wald begegnet sie einem Deserteur – einem Ausgestoßenen wie sie.
Inmitten der Berge am Schwarzen Meer in der Türkei lebt die 25-jährige Sibel mit ihrer jüngeren Schwester Fatma und ihrem Vater. Sibel ist anders als die jungen Frauen im Dorf. Für Sibel gelten andere Regeln, denn sie ist seit ihrer Geburt stumm. Sie kann aber in der regionalen Pfeifsprache mit ihren Mitmenschen kommunizieren. Und dennoch wird Sibel von der Dorfgemeinschaft ausgeschlossen, obwohl sie mit auf den Feldern arbeitet und ihr Vater als Bürgermeister ein respektierter Mann im Dorf ist. Er hingegen ist stolz auf seine Tochter und schenkt ihr eine Schrotflinte, mit der Sibel sich auf die Jagd nach einem Wolf macht, der im nahe gelegenen Wald umherstreifen soll. Sibel will versuchen, ihn zu erlegen, um die Anerkennung der Gemeinschaft zu gewinnen. Doch statt auf den Wolf trifft sie auf einen Deserteur. Ausgestoßen wie sie, verwundet, bedroht und verletzbar ist er der Erste, der sie mit anderen Augen sieht. Doch so sehr Sibel auch von den Begegnungen mit dem Fremden zehrt, die Dorfgemeinschaft verachtet sie umso mehr und die Verlobung ihrer Schwester steht auf dem Spiel. Inspiriert von einer kleinen Nebenbemerkung in dem Zweitausend-Seiten-Wälzer "Die Sprachen der Menschheit" reisten Cagla Zencirci und Guillaume Giovanetti in das kleine Dorf Kusköy im Norden der Türkei. In Kusköy, der Stadt der Vögel, beherrschen die Einwohner noch heute die Pfeifsprache; und auch in der Schule wird sie unterrichtet, um sie an die jüngeren Generationen weiterzugeben. Die Pfeifsprache ist kein Code, sondern eine echte Umsetzung der türkischen Sprache in Silben und Laute, so dass alles gesagt werden kann. Auch alle gepfiffenen Dialoge im Film sind echt - die Hauptdarstellerin wurde von einem Sprachcoach betreut. Das türkisch-französische Paar Cagla Zencirci und Guillaume Giovanetti führt seit 2004 gemeinsam Regie. "Sibel" ist ihr dritter Spielfilm, der seine Weltpremiere im Wettbewerb in Locarno feierte. Zuvor drehten sie mehrere Kurzfilme, alle im Wettbewerb der Berlinale, und zwei Spielfilme, "Noor" (2012) und "Ningen" (2013). "Sibel" ist der erste Film, in dem sie mit professionellen Schauspielern gearbeitet haben, aber zusammen mit vielen Laiendarstellern und an Originalschauplätzen.
Das französisch-türkische Paar Cagla Zencirci und Guillaume Giovanetti führen seit 2004 gemeinsam Regie. "Sibel" ist ihr dritter Spielfilm, der seine Weltpremiere beim Wettbewerb in Locarno feierte. Zuvor drehten sie mehrere Kurzfilme, alle im Wettbewerb der Berlinale, und zwei Spielfilme: "Noor" (2012) und "Ningen" (2013). "Sibel" ist der erste Film, in dem die beiden mit professionellen Schauspielern gearbeitet haben, aber zusammen mit vielen Laiendarstellern und on location.
Mitwirkende
28471878