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Diverse Grenzerfahrungen im DDR-Style
2 Bilder zur Sendung
Drama
Adam und Evelyn
Spielfilm
D 2018
Ohne Altersbeschränkung
95 Min. (100 Min.)
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DDR, Sommer 1989: Adam und Evelyn machen Urlaub in Ungarn am Plattensee. Dort hören sie von der Flucht vieler DDR-Bürger über die Grenze von Ungarn nach Österreich. Auch Evelyn will die Chance nutzen.
DDR, Sommer 1989: Adam, 30, freiberuflicher Schneider, und Evelyn, 28, Kellnerin, wollen nach Ungarn an den Plattensee. Als Evelyn ihren Freund mit einer anderen Frau überrascht, schließt sie sich ihrer Freundin Simone an, die mit Michael im West-Pkw unterwegs ist. Adam nimmt die Tramperin Katya mit, die keinen Pass hat, und fährt hinterher. Nach zwei Grenzübertritten treffen sich alle am Balaton und sitzen im Feriendomizil bei dem Ehepaar Angyal an einem Tisch. Evelyn und Michael scheinen sich gut zu verstehen. Adam beobachtet sie misstrauisch. Katya ist lieber auf dem Campingplatz geblieben. Es wird klar, dass sie ihren Urlaub gezielt zur Flucht aus der DDR geplant hat. Evelyn und Michael verbringen eine Nacht miteinander, was Simone vor den Kopf stößt und zur Abreise bewegt. Adam beobachtet die Entwicklungen mit der Geduld einer Schildkröte. Dann machen Nachrichten von der Flucht vieler DDR-Bürger über die Grenze von Ungarn nach Österreich die Runde, und die Stimmung ändert sich erneut. Evelyn überwirft sich mit Michael, vom dem sie sich bevormundet fühlt. Dennoch will auch sie jetzt über die offenen Grenzen Richtung Westen, aber zusammen mit Adam. Der würde lieber zurückfahren, nach Hause. Er lenkt ein, um Evelyn nicht zu verlieren. Als der Weg nach Österreich frei ist, kommen sie dort bei Verwandten unter, wo sie sich wie Exoten fühlen. Adam kehrt kurzzeitig zurück nach Ostdeutschland, wird dort aber nicht mehr heimisch. Das Land, das er verlassen hat, existiert nicht mehr. Evelyn ist schwanger. Es ist Winter geworden, Adam und Evelyn versuchen in einer neuen Wohnung in Bayern wieder zueinanderzufinden. Der Film erzählt die Geschichte eines Paares aus der ostdeutschen Provinz von Sommer 1989 bis in den Herbst hinein. Vor dem Hintergrund der sich auflösenden DDR-Gesellschaft und der durchlässigen Grenzen starten Adam und Eva den Versuch eines Neuanfangs in Westdeutschland. "Adam und Evelyn" basiert auf dem gleichnamigen Roman von Ingo Schulze, der in mehr als zehn Sprachen übersetzt wurde. Andreas Goldstein, geboren 1964 in Ostberlin, studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der Hochschule für Fernsehen und Film "Konrad Wolf" in Potsdam-Babelsberg im Bereich Regie. Er gründete eine eigene Produktionsfirma und arbeitet als Produzent und Autor. "Adam und Evelyn" ist sein Spielfilmdebüt. Das Drehbuch schrieb Goldstein gemeinsam mit Jakobine Motz, die auch für Kamera und Schnitt verantwortlich zeichnet. "Warum ich diesen Film gemacht habe", erklärt Andreas Goldstein, "hat viel damit zu tun, wie Geschichte in diesem Land erzählt wird. Ausschließlich als Dramatisierung historischer Stoffe. Hier kommt ja kein Film dieser Art ohne Staatssicherheit aus. Alle Filme über diese Zeit tun so, als sei es eine Erlösung, endlich in dieser Gegenwart angekommen zu sein. Das geradezu Unheimliche ist, dass vollkommen verdrängt und vergessen ist, dass die Hoffnung der Leute (selbst der Antikommunisten in der DDR) nicht die Gesellschaft der Gegenwart war."
Mitwirkende
Florian Teichtmeister
Lutz 'Adam' Frenzel
Anne Kanis
Evelyn Schumann
Lena Lauzemis
Katja
Milian Zerzawy
Michael
Christin Alexandrow
Simone 'Mona'
Susanne Bredehöft
Gisela
Markus Lerch
Udo
Bernhard Schütz
Beamter BRD
Michael Noack
Schauspieler
Zoltan Paul
Schauspieler
Andreas Goldstein
Regie
Jakobine Motz
Drehbuch
Lars Voges
Musik
33041201