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Drama
Manon hat Oberwasser
Spielfilm
F 1952
110 Min. (115 Min.)
Originaltitel: Manon des sources - Ugolin
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Die junge und schöne Ziegenhirtin Manon (Jacqueline Pagnol) ist in ihrem provenzalischen Dorf die Auβenseiterin, weil sie allein in einer Höhle in den Hügeln lebt. Und mit ihrer kratzbürstigen Art sorgt sie zusätzlich für Furore. - Marcel Pagnols epische Tragikomödie (1951) lässt die Atmosphäre der 1920er Jahre auf dem französischen Land aufleben.
Das kleine Dorf Les Bastides Blanches liegt mitten in der Provence. Da es dort ungewöhnlich trocken ist, sind die nahe gelegenen Quellen lebenswichtig für seine Bewohnerinnen und Bewohner, doch nur die Bauern kennen ihre Lage und halten sie geheim. In den umliegenden Hügeln lebt auch die wilde Ziegenhirtin Manon, eine junge Frau, über die man sich im Dorf die kuriosesten Geschichten erzählt und die von allen als Hexe bezeichnet wird. Als sie des Diebstahls und der Körperverletzung bezichtigt wird, ist der Lehrer Bernard der Einzige, der sie in einer improvisierten Gerichtsverhandlung verteidigt. Manon wird schließlich freigesprochen, schwört aber Rache. Sie verschließt die Quelle des Dorfbrunnens. Von einer Zusammenkunft im Haus des Lehrers erhofft sie sich nun, alte Geheimnisse und die Verbrechen der Vergangenheit ans Licht zu bringen. Vor allem um mit Ugolin abzurechnen, der ihr den Hof macht und dem sie die Schuld am Tod ihres Vaters gibt. Marcel Pagnols epische Tragikomödie „Ugolin“ lässt die Atmosphäre der 1920er Jahre auf dem französischen Land aufleben. Gelungen porträtiert er das dörfliche Zusammenleben: das Getratsche der Leute, die patriarchalen Strukturen, das Gefühl, nicht dazuzugehören, des Andersseins. Manon wird äußerst authentisch von Jacqueline Pagnol verkörpert, die der Rolle der Ziegenhirtin mit ihrer melodiösen Stimme Leben einhaucht und dem Film Wiedererkennungswert verleiht. Der französische Autor und Regisseur Marcel Pagnol erlangte 1929 Berühmtheit mit seinem Theaterstück „Marius“, das er später als Teil der „Marseiller Trilogie“ - zusammen mit „Fanny“ (1931) und „César“ (1936) - auch für die Leinwand adaptierte. Die Titelrolle des Marius spielte Pierre Fresnay. Orane Demazis, Pagnols Geliebte, welche die Fanny spielte, und auch Raimu, der den César verkörperte, bekamen nach der Trilogie auch wichtige Rollen in Pagnols Filmen. Nicht nur seinem Ensemble blieb der Regisseur treu, sondern auch seiner Heimat Marseille und der Provence, dem bevorzugten Schauplatz seiner Filme und Theaterstücke.
Mitwirkende
Jacqueline Pagnol
Manon des sources
Raymond Pellegrin
L'instituteur
Henri Poupon
Le Papet
Robert Vattier
Monsieur Belloiseau
Christian Lude
L'ingénieur
René Sarvil
Le brigadier
Annie Roudier
La mère de l'instituteur
Edmond Ardisson
Ange, le fontainier
Henri Arius
Claudius, le boucher
Charles Blavette
Pamphile, le menuisier
Jean-Marie Bon
Cabridan
Marguerite Chabert
La mère de Polyte
Luce Dassas
La femme d'Ange
Del Bosco
Jonas, frère de Josias
Edouard Delmont
Anglade
Alfred Goulin
Le grand Bossu
Marcelle Géniat
Baptistine, la Piémontaise
Jenny Hélia
Aricie, femme de Cabridan
Julien Maffre
Pétugue, le forgeron
Jeanne Mars
Nathalie
Marthe Marty
Sidonie
Milly Mathis
Amélie, la femme du menuisier
Jean Panisse
Eliacin
Fernand Sardou
Philoxène, le maire
Jean Toscan
Polyte
Andrée Turcy
La bouchère
Henri Vilbert
Le curé
Marcel Pagnol
Regie
Willy Faktorovitch
Kamera
Raymond Legrand
Musik
33723076