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Märchenklassiker im Kampf gegen den bösen Zwerg
5 Bilder zur Sendung
Märchenfilm
Schneeweißchen und Rosenrot
Spielfilm
D 2012
Ohne Altersbeschränkung
59 Min. (58 Min.)
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Es herrscht Hunger im Land. Der König will mit dem Rest des Kronschatzes Korn kaufen. Als Prinz Jakob auf dem Markt die Nachricht verkündet, lernt er Schneeweißchen kennen - die beiden verlieben sich.
Am Ende des 30-jährigen Krieges herrscht Hunger im Land. Schneeweißchen, Rosenrot und ihre Mutter versuchen, sich mit dem Verkauf von selbstgemachtem Rosenöl über Wasser zu halten. Um die Not seines Volkes zu lindern, beschließt der König, mit dem Rest des Kronschatzes Korn zu kaufen. Als sein Sohn Prinz Jakob auf dem Markt diese frohe Nachricht verkündet, lernt er Schneeweißchen kennen - und sie verlieben sich. Zum selben Zeitpunkt schleicht ein Zwerg über den Markt. Verwandelt in Gestalt eines reichen Kaufmanns, führt er Übles im Schilde: Er will den Kronschatz. Tatsächlich fällt der König auf den Zwerg herein. Prinz Jakob verfolgt den fliehenden Dieb, doch als er ihn endlich stellen kann, wird er vom Zwerg mit der Zauberkraft seines Bartes in einen Bären verwandelt. Wird Schneeweißchen ihren geliebten Prinzen je wiedersehen? Im Wald treffen Schneeweißchen und Rosenrot den Zwerg, der sich immer wieder beim Verstecken des Schatzes den Bart einklemmt und den sie trotz seiner Beschimpfungen befreien. Der Zwerg setzt alles daran, eine passende Höhle für seinen Schatz zu finden. Dummerweise steht die Hütte von Schneeweißchen und Rosenrot genau vor einer solchen Höhle, beschützt durch zwei verzauberte Rosenbüsche, die der Vater der Mädchen einst ans Tor gepflanzt hatte. Nur Menschen mit einem guten Herzen gewähren sie Zutritt. Der Zwerg ersinnt einen hinterhältigen Plan, um dieses Hindernis zu überwinden. Schneeweißchen und Rosenrot jedoch lassen sich mit der Reinheit ihrer Herzen weder von den Versprechungen des Zwerges, der in Gestalt eines orientalischen Weisen Abenteuer, Wissen und die Liebe des verschwundenen Prinzen verspricht, blenden, noch von der bedrohlichen Gestalt des Bären abschrecken. Sie erkennen den guten Kern und retten ihn vor den Jägern. Vor Wut zerplatzt der Zwerg und der Bär verwandelt sich zurück in den Prinzen. Der Liebe steht nun nichts mehr im Wege. "Schneeweißchen und Rosenrot" ist eine heitere Parabel auf das Erwachen der Gefühle und das Erwachsenwerden. Gleichzeitig eine Geschichte über die Gier und die allzu leichte Verführbarkeit. Eine moderne Adaption der aktuellen gesellschaftlichen Strömung, an allen Stellen Bedarf an überflüssigen Dingen zu wecken um daraus maximalen Profit zu ziehen. Die Gier verstellt den Blick aufs Wesentliche und Notwendige. Der Zwerg spielt ein übles Spiel aus Täuschung, Verwandlung und Verführung, verbirgt das Gute im Schlechten, und das Schlechte im scheinbar Guten. Durch Verwandlung gibt er sich den Anstrich des Edlen und verzaubert gleichzeitig den Prinzen in die bedrohliche Hülle eines Bären. Schneeweißchen und Rosenrot jedoch lassen sich mit der Reinheit ihrer Herzen weder von Gold und Edelsteinen, noch von der bedrohlichen Gestalt des Bären blenden. Sie blicken hinter die Fassade, erkennen den guten Kern. Eine Fähigkeit, die sonst nur noch den Tieren im Wald und den verzauberten Rosenstöcken vor ihrer Hütte zu eigen ist. Diese Metapher soll uns auffordern, nicht nach Äußerlichkeiten zu urteilen, sondern aufs Herz zu schauen. Gar nicht leicht, wenn ein böser Zwerg geschickt und verführerisch Zweifel und die Angst vor dem Fremden in unsere Herzen sät. Schneeweißchen und Rosenrot jedoch glauben unbeirrt an das Gute, und so wird wie in jedem Märchen das Gute auch siegen.
Info: Drehzeit: 22. Mai bis 8. Juni 2012Drehorte: Liebstadt, Leupoldishain und Umgebung (Sächsische Schweiz), Schloss Kuckuckstein (Sachsen)
Mitwirkende
Sonja Gerhardt
Schneeweißchen
Liv Lisa Fries
Rosenrot
Jule Ronstedt
Mutter
Detlev Buck
Zwerg
Thomas Rühmann
König
Daniel Axt
Prinz Jakob
Thorsten Merten
Hofrat
Maja Brandau
Schneeweißchen als Kind
Monique Schröder
Junges Rosenrot
Volker Zack Michalowski
Zwerg
Björn von der Wellen
Einarmiger Bauer
Maximilian Grünewald
Prinz Kasper
David Berton
Gaukler
Wolfgang Lindner
Bär
Daniel Schuster
Gaukler
Sebastian Grobler
Regie
Mario Giordano
screenplay
Jakub Bejnarowicz
Kamera
Ingo Ludwig Frenzel
Musik
28846623