Klassentreffen der besonderen Art
Affenkönig
Komödie
Zur Schulzeit war er ihr "Affenkönig", und nun nach 20 Jahren Funkstille lädt der abgedrehte Lebemann Wolfi anlässlich seines 45. Geburtstags seine drei Schulfreunde Ralph, Martin und Viktor in eine noble Villa nach Südfrankreich ein. Dort angekommen stellt sich heraus, dass das grundverschiedene Quartett sich seit der Schulzeit nur oberflächlich verändert hat. Während Wolfi großspurig vor seinen Freunden mit Luxus, zwei sexy "Betthasen" und vermeintlichem Erfolg prunkt, versinkt Musiker Martin, der in den Neunzigern nur einen One-Hit-Erfolg hatte, in Schulden. Er braucht 40.000 Euro für sein musikalisches Comeback, und die will er mit einer angeblichen Herzkrankheit seines Sohnes Knut von Wolfi erschleichen. Währenddessen verfällt der Politiker und Workaholic Viktor schnell wieder seiner alten Schwäche für Drogen, sehr zur Sorge seiner offenherzigen, hochschwangeren Frau Sima. Der bodenständige Buchhaltungsinformatiker und Familienvater Ralph hingegen fühlt sich zwischen Biomarkt und Hausputz in seiner Männlichkeit kastriert, denn seine biedere Frau Ruth lässt ihn im Schlafzimmer nicht mehr ran. Doch sehr schnell lassen sich die Freunde vom ausgeflippten, dekadenten Dolce Vita Wolfis mitreißen und erliegen gemeinsam einem Rausch aus Alkohol, Drogen und Frauen. Unterdessen versucht Ralphs Grufti-Tochter Greta, den angeblich todgeweihten Knut mit einem lebenden Straußenherz zu retten, während die Psychotherapeutin Ruth die Urlaubstruppe überanalysiert und Sima nicht weiß, wie sie Viktor darauf vorbereiten soll, dass sie womöglich nicht sein Kind erwartet. Eine Fahrradtour in Reizwäsche, einige intime Geständnisse, einen Seitensprung und eine Geburt später scheint die alte Freundschaft wiederbelebt. Doch da hat Wolfi noch eine Rechnung mit seinen Freunden zu begleichen, und die hat es in sich … "Affenkönig" ist Sex, Drugs & Rock'n'Roll, eine provozierende Satire mit bitterbösem Blick auf das Lebensgefühl von Männern jenseits der 40 - zwischen gescheiterten Karrieren, sexueller Frustration und eingefahrenen Beziehungen. Der Schweizer Filmemacher Oliver Rihs begann seine Karriere als Grafiker. Später war er unter anderem mit dokumentarischen Beiträgen an der Sendung "Quer" des Schweizer Fernsehens beteiligt. 1999 debütierte er mit dem Kurzfilm "Lilien" bei den Filmfestspielen in Locarno. Mit seinem Episodenfilm "Schwarze Schafe" gewann er 2006 den Förderpreis Deutscher Film bei den Internationalen Hofer Filmtagen und 2007 beim Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern den NDR-Regiepreis.
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