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Im Trenino Verde durch Sardinien
Um Sardinien mit dem Zug zu erkunden, sind vor allem die landschaftlich besonders reizvollen Schmalspurstrecken geeignet, auf denen der Trenino Verde, der kleine grüne Zug, entlangzuckelt.
"Wer über das Meer kommt, will uns bestehlen", so lautet ein altes sardisches Sprichwort. Heute kommen vor allem Touristen über das Meer und bringen ihr Geld mit. Einige erkunden die Mittelmeerinsel mit der Bahn. Hierfür eignen sich hauptsächlich die landschaftlich besonders reizvollen Schmalspurstrecken, auf denen der Trenino Verde, der kleine grüne Zug, entlang zuckelt. Der berühmte englische Schriftsteller D.H. Lawrence hat das 1919 auch schon gemacht und notiert in seinem Reisetagebuch: "Es ist eine närrische Eisenbahn... sie rattert durch Berg und Tal, nimmt gelassen die schärfsten Kurven; nicht wie das eine richtige große Eisenbahn tut, sondern mit einem tiefen Grunzen wendet sie sich und stänkert durch den Tunnel, rennt wie ein keuchendes Hündchen die Hügel hinan, tut einen Rundblick, saust in eine andere Richtung davon und schleift uns alle bedenkenlos hinter sich her." Das ist noch heute so. Die Reise beginnt in Pálau im Nordosten Sardiniens. Mit dem Zug geht es in die Barbagia, jener wilden, unzugänglichen Gegend, wo einst maskierte Banditen zu Hause waren und Reisende überfielen. Die Räuber lebten zurückgezogen in den Bergen. Das wohl berühmteste Banditendorf war Orgosolo, das heute für seine "Murales", seine politischen Wandmalereien bekannt ist. Feinschmecker können beim Fang und der Zubereitung der "Bottarga di Muggine" des "Sardischen Kaviars" zuschauen. Eine Korkdesignerin macht aus Kork Kleider und Schuhe. Und in den Bergen hören man den "canto a tenore", einen melancholischen Gesang, der unter dem Schutz der UNESCO steht. Die UNESCO wacht auch über alte, große Steinhaufen, die Nuraghen. Sie sind das Wahrzeichen der Insel. Die Reise endet im Süden Sardiniens und D.H. Lawrence schreibt: "Und Wunder über Wunder: auf die Minute pünktlich fahren wir von Cagliari ab. Wir sind wieder unterwegs."
Mitwirkende
Tonino Cau
Self
Luciano Cherici
Self
Gianfranco Crobu
Self
Tenores di Neoneli
Self
Anna Grindi
Self
Joachim Jung
Self - Sprecher
Rosi Knoden
Self - Sprecherin
Mario Mirto
Self
Davide Murgia
Self
Isidoro Nonne
Self
Luigi Nufris
Self
Giuseppe Piergallini
Self
Antonello Piras
Self
Teresa Podda
Self
Alfons Puttalis
Self
Valentina Ruggeri
Self
Hagen von Ortloff
Self - Moderator
Alexander Schweitzer
Regie
Christian Zecha
Kamera
Axel Huber
Musik
Philipp Noll
Musik
38299654