Gefährliche Apps - Im Netz der Datenhändler (3sat) – Auch die Bewegungen hochrangiger Beamter der EU-Kommission finden sich im Datensatz wieder.
Ahnungslose Nutzer im Visier von Kriminellen
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Recht + Kriminalität
Gefährliche Apps - Im Netz der Datenhändler (3sat)
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Reportage D 2026 Ohne Altersbeschränkung 45 Min. (52 Min.)
Stereo HD 16:9
Originaltitel: Gefährliche Apps - Im Netz der Datenhändler
Was viele Nutzer wissen: Die Apps auf ihren Handys sammeln detaillierte Standortdaten. Was den meisten jedoch nicht bewusst ist: Diese Daten landen oft bei Datenhändlern und Werbefirmen. Es geht um vermeintlich anonyme Daten, die aber Wohnorte und Arbeitsplätze offenbaren - bis hin zu Bordellbesuchen oder Aufenthalten in Psychiatrien. Der Film zeigt, wie leicht ahnungslose Nutzer ins Visier von Stalkern, Kriminellen oder Geheimdiensten geraten können. Er macht deutlich, wie harmlos erscheinende Apps zum Sicherheitsrisiko werden - für Regierungen und selbst für Soldaten im Krieg. Grundlage dieses Films ist eine der bislang größten Recherchen dieser Art: Ein Team aus internationalen Journalisten hat rund zehn Milliarden Standortdaten ausgewertet. Eine Spurensuche, die um die halbe Welt führt: zu einer ägyptischen Exiljournalistin in Berlin, die bedroht wird. Nach Brüssel, wo hochrangige Mitarbeiter der EU-Kommission betroffen sind. Nach Washington, wo Politiker ein Sicherheitsrisiko für US-Agenten in Europa sehen. Oder an die ukrainische Front, wo Soldaten in den Datensätzen ihre eigenen Stellungen wiedererkennen. Schließlich führt die Recherche zu einem Händler in Florida, der die Standortdaten deutscher und französischer Smartphone-Nutzer verkauft hat. So entsteht ein Film, der deutlich macht, welche immensen Risiken dieses Milliardengeschäft mit sich bringt - auch für Menschen in der Europäischen Union mit ihren vermeintlich strengen Datenschutzregeln. Sendung vom 07.10.2026 (3sat)
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