Berührend und unvergesslich
Drama
An ihrer Seite
Spielfilm
CDN/GB/USA 2006
Ohne Altersbeschränkung
105 Min. (102 Min.)
Stereo
16:9
Originaltitel: Away from Her
Alzheimer lässt Fiona ihr langes glückliches Leben immer mehr vergessen. Ihr Ehemann muss lernen, damit umzugehen, dass seine Gattin auch eines Tages ihre gemeinsame lebenslange Liebe vergessen wird.
Grant und Fiona sind seit 44 Jahren glücklich verheiratet. Die Seitensprünge mit seinen jungen Studentinnen hat Fiona dem früheren Uniprofessor inzwischen verziehen. Seit seiner Emeritierung lebt das kultivierte Paar harmonisch in einem idyllischen Haus am See. Mit stummem Amüsement beobachtet Grant, wie die vergessliche Fiona nonchalant die Bratpfanne ins Gefrierfach räumt und sich mit Notizzetteln über den Alltag hilft. Doch als sie nach einem Ausflug im Schnee völlig die Orientierung verliert, diagnostiziert der Arzt Alzheimer. Bevor die Lebensumstände daheim unerträglich werden, weist Fiona sich gegen den Willen ihres Mannes selbst in ein Pflegeheim ein. Gemäß den Regeln der Institution darf Grant seine Frau einen Monat lang nicht besuchen. Ein schwerer Schritt für das Paar, das nie länger als einen Tag voneinander getrennt war. Als Grant seine Frau endlich wiedersieht, scheint sie sich nicht mehr an ihn zu erinnern. Schlimmer noch: Sie konzentriert ihre ganze Zuneigung auf den ebenfalls demenzkranken Aubrey. Dennoch besucht Grant seine Frau täglich und wird so zum fassungslosen Zaungast ihrer neuen Liebe. Doch als Aubrey von seiner Ehefrau Marian aus dem Pflegeheim geholt wird, stürzt Fiona in eine lebensbedrohliche Depression. Grant nimmt mit der handfesten Marian Kontakt auf.
Durch ihre komplexen Frauenrollen in "Das süße Jenseits" von Atom Egoyan und "Mein Leben ohne mich" von Isabel Coixet avancierte Sarah Polley zum stillen Star des Arthouse-Kinos. Das Regiedebüt der Kanadierin "An ihrer Seite", nach einer Kurzgeschichte von Alice Munro, die von Ehe und Liebe erzählt, in die Alzheimer einbricht, ist nicht minder brillant. Feinfühlig umschifft sie Klischees der Darstellung von Alter und Verfall, Liebe und Sex. Der 76-jährige Gordon Pinsent spielt den Ehemann und dessen Reaktionen auf die Veränderung der geliebten Frau mit zurückhaltender und doch leidenschaftlicher Souveränität. Vor allem aber ist der Film eine Hommage an die britische Filmschönheit und Oscarpreisträgerin Julie Christie, die als Fiona trotz ihrer Krankheit Würde, Kraft und Sinnlichkeit ausstrahlt. So reflektiert der Film nicht nur in poetischen Bildern den Zerfall einer Persönlichkeit durch Alzheimer, sondern handelt auch von der Natur der Liebe, des Vergessens und Loslassens. Bei den Academy-Awards 2008 wurde der Film in zwei Kategorien nominiert: für die beste Hauptdarstellerin (Julie Christie) und für das beste adaptierte Drehbuch (Sarah Polley).
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Gordon Pinsent
Grant Anderson
Julie Christie
Fiona Anderson
Michael Murphy
Aubrey
Olympia Dukakis
Marian
Kristen Thomson
Kristy
Wendy Crewson
Madeleine Montpellier
Deanna Dezmari
Veronica
Clare Coulter
Phoebe Hart
Stacey LaBerge
Young Fiona
Thomas Hauff
William Hart
Alberta Watson
Dr. Fischer
Grace Lynn Kung
Nurse Betty
Lili Francks
Theresa
Andrew Moodie
Liam
Judy Sinclair
Mrs. Albright
Tom Harvey
Michael
Carolyn Hetherington
Eliza
Melanie Merkosky
Singing Nurse
Jessica Booker
Mrs. Jenkins
Janet van de Graaf
Rebecca Albright
Vanessa Vaughan
Stella
Catherine Fitch
Receptionist
Ron Hewat
Frank
Jason Knight
Young Grant
Nina Dobrev
Monica
Nancy E.L. Ward
Caregiver
Sarah Polley
Regie
Luc Montpellier
Kamera
Jonathan Goldsmith
Musik
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