Am Schauplatz: Bauruine statt Luxusresort
Reportage
Eine Reportage über Luxusresorts, Baustopps und die Angst vor Geisterdörfern in Österreichs schönsten Regionen An den schönsten Orten Österreichs sind in den vergangenen Jahren unzählige Chaletdörfer und Apartmentresorts aus dem Boden geschossen. Immobilien galten als sichere Wertanlage - und Österreich war bei heimischen wie internationalen Investoren begehrt. In manchen Alpentälern und an beliebten Seen leben heute bereits mehr Zweitwohnsitzbesitzer als Einheimische. Viele Menschen wollten diese Entwicklung nicht länger hinnehmen. Quer durchs Land regte sich Widerstand gegen immer neue Luxusprojekte, Protestbewegungen entstanden, einige Bundesländer verschärften ihre Gesetze. Doch mit der anhaltenden Krise am Immobilienmarkt ist die Lage gekippt: Steigende Baukosten, hohe Zinsen und fehlende Investoren bringen immer mehr Projektentwickler in Bedrängnis. Baustellen stehen still, Arbeiten werden unterbrochen - Projekte bleiben unvollendet. Wälder wurden gerodet, Wiesen verbaut - doch die versprochene Wertschöpfung für die Region bleibt oft aus: kaum neue Arbeitsplätze, dafür immer häufiger Millionenpleiten. Was aber passiert mit jenen Anlagen, die nicht fertiggestellt werden? Anrainer befürchten verlassene Bauruinen und Geistersiedlungen - und fordern politische Konsequenzen. Seit Jahren begleitet Am Schauplatz-Reporterin Nora Zoglauer Immobilienprojekte im ganzen Land, die besonders viel Widerstand ausgelöst haben - und zeigt, was bleibt, wenn Investoren aussteigen und das große Versprechen zerbricht.
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