Geschichte
Wissen und mehr: Das Renaissance-Experiment
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Reportage
D 2017
15 Min.
Originaltitel: Das Renaissance-Experiment
Die neue alte Kunst
Im Zeitalter der Reformation und der Renaissance verändert sich alles: die Religion, die Wissenschaft, die Kunst und der Alltag der Menschen. Die Sendereihe widmet sich dieser Epoche der großen Umbrüche, die religiöse, gesellschaftliche und wissenschaftliche Weltbilder des Mittelalters in Frage stellt und durch das Wirken von Menschen wie Luther, Melanchton, Kepler geprägt wird.
Unter Renaissance - "Wiedergeburt" - versteht man die Wiederentdeckung der Antike im 15. und 16. Jahrhundert. In Kunst und Architektur bewunderte man wieder antike Formen. Diese neue Kunst kam damals von Italien nach Deutschland. Der Ottheinrichsbau im Heidelberger Schloss ist ein Paradebeispiel für diese neue Renaissance-Architektur - der Film lässt die Schlossanlage in einer aufwändigen 3D-Rekonstruktion wiedererstehen. In der Kunst arbeitet man nun mit der Zentralperspektive, die dem räumlichen Sehen in der realen Welt immer näher kommt. Das gilt für Gemälde, aber auch für den in Mode kommenden Kupferstich. Der Film zeigt im Experiment diese Drucktechnik, die heute nur noch wenige beherrschen. Damals boomte die Kupferstecherei, denn die relativ preisgünstigen Druckwerke konnten sich nun auch "normale" Menschen leisten. Der geschäftstüchtige Protestant Matthäus Merian baut mit seinen Werkstätten in Oppenheim und Frankfurt mit der Kupferstecherei ein Imperium auf. Er setzt konsequent die "Medienrevolution" fort, die Johannes Gutenberg mit dem Buchdruck begonnen hatte.
Mitwirkende
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