Anwälte der Toten - Rechtsmediziner decken auf
Staffel 5, Folge 2 von 12 | Recht + Kriminalität
Ein Autofahrer entdeckte am 10. Oktober 1993 gegen 22 Uhr in ländlicher Gegend eine schwer verletzte Frau auf einer wenig befahrenen Straße und verständete den Notarzt. Die Obduktion ergab zahlreiche Verletzungen, die darauf hindeuteten, dass sie geschlagen und mehrfach überfahren worden war. Die Identifizierung der Frau gestaltete sich schwierig, da sie keine Papiere bei sich führte; sie wurde schließlich als Anfang 30-jährige aus Paderborn identifiziert. Die Ermittlungen konzentrierten sich auf vier Verdächtige, darunter einen Arbeitskollegen und zwei vorbestrafte Sexualstraftäter, wurden jedoch 1995 erfolglos eingestellt. Im Jahr 2000 wurde der Fall im Zuge einer Überprüfung aller ungeklärten Mordfälle wieder aufgenommen. Eine erneute Untersuchung von Mikrospuren führte 2003 zu einem Durchbruch: Die Rechtsmedizin Münster stellte eine fremde DNS fest, die dem Bundeskriminalamt gemeldet wurde und 2004 einer Person zugeordnet werden konnte. Im Juli 2002 meldete eine Mutter ihre fünf- und sechsjährigen Kinder als vermisst, da ihr Ex-Mann sie nicht wie vereinbart zurückbrachte. Zwei Tage später wurden die Leichen der Kinder im Main entdeckt, zusammen mit dem Fahrrad des Vaters. In seiner Wohnung fand die Polizei Aufzeichnungen, in denen er von einem Unfall sprach, bei dem die Kinder während eines Fahrradausflugs ins Wasser stürzten – ein Geschehen, nach dem der Vater floh.
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