Arte Reportage
Zeitgeschehen
Japan: Giftwasser aus Fukushima Japan setzt wieder auf Atomkraft, trotz des Traumas von 2011. In Fukushima lagern bis noch Hunderte Tonnen radioaktiver Trümmer. Unter welchen Bedingungen ist es möglich in dieser Region zu leben? Cécile Asunama Brice, Soziologin und Forscherin am CNRS in Japan, nahm das Team von ARTE Reportage mit auf die Straße 114, die wegen der Verstrahlung lange Zeit gesperrt war. An dieser Straße liegen verlassene Dörfer, tausende Säcke mit kontaminierter Erde lagern dort, sie führt vorbei an Wäldern, deren Böden noch für Jahrhunderte Radionuklide wie Cäsium 137 enthalten werden. Sie trafen dort Menschen, die seit dem GAU gegen die Desinformation durch die Regierung kämpfen. Die Reise endet am Pazifischen Ozean in der Nähe des Kraftwerks Fukushima Daichi. Dort leeren sie die alten Tanks mit dem radioaktiv verstrahlten Kühlwasser der Reaktoren in den Ozean, gegen den Widerstand von Fischern und Nachbarländern. Bhutan: Gefahr im grünen Königreich In Bhutan drohen die Gletscherseen in den Bergen des Himalayas wegen des Klimawandels bald überzulaufen. Das Land der heiligen Wälder, der schneebedeckten Gipfel, der Mönche in roten Roben und der hängenden Klöster, liegt fast am Rand der Welt, zwischen Indien und China - ein kleines Königreich im Himalaja, ein grünes Paradies. Hier wird der Strom nicht aus fossilen Energieträgern gewonnen, sondern zu 100 Prozent aus Wasserkraft. Bhutan erzeugt den Strom mithilfe seiner fünf Staudämme, die das Wasser aus den Gletschern des Himalayas aufhalten. Doch trotz alledem leidet auch Bhutan unter den Folgen des Klimawandels. Unterhalb der bis zu 7.500 Meter hohen Gipfel liegen 700 Gletscher und fast ebenso viele Gletscherseen. Die füllen sich immer mehr durch den Klimawandel, so sehr, dass Wissenschaftler vor "Berg-Tsunamis" warnen. Die ARTE-Reporter begleiteten bhutanische Wissenschaftler mit einer Ausnahmegenehmigung zu einem dieser Seen. In einer Höhe von fast 5.000 Metern sahen sie die Gefahr: Würde der See überlaufen, dann flössen Millionen Kubikmeter Wasser in das darunter liegende Tal, tausende Menschen könnten ertrinken. Nun sucht Bhutan nach einer Lösung, um die Gefahr anzuwenden.
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