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Folge 187 | Magazin
Long Covid: Eingebildete Kranke oder Opfer eines Gesundheitsskandals? In ihrer investigativen Reportage "Les Oubliés du Covid ("Die Vergessenen von Covid", HarperCollins) beschäftigt sich die ehemalige Krankenschwester und Gesundheitsjournalistin Nora Sahara anhand von Patientenberichten mit Long Covid. Nach ihren Angaben sind in Frankreich fast zwei Millionen Menschen betroffen. Die WHO definiert Long Covid als Symptome, die mehr als drei Monate nach der Erstinfektion auftreten und mindestens zwei Monate andauern. Die Krankheit ist in Frankreich seit dem 2022 verabschiedeten und 2023 in Kraft getretenen Zumkeller-Gesetz offiziell anerkannt. Dennoch wird Long Covid bis heute teilweise infrage gestellt, und der Weg durch das Gesundheitssystem gleicht für Betroffene oft einem Hindernislauf - insbesondere in medizinisch unterversorgten Regionen. Kann man angesichts geopolitischer, gesundheitlicher und ökologischer Krisen überhaupt noch reisen? Laut UNO wurden 2025 mehr als 1,5 Milliarden international Reisende gezählt - ein historischer Rekord. Der Tourismus macht inzwischen fast 10 % des globalen BIP aus. Entgegen der landläufigen Meinung scheinen geopolitische Spannungen die Reiselust kaum zu bremsen, obwohl Reisen immer teurer wird. Zu den wirtschaftlichen und geopolitischen Zwängen kommen zudem ökologische Herausforderungen hinzu. Müssen angesichts dessen neue, verantwortungsbewusstere und nachhaltigere Formen des Reisens entwickelt werden? Außerdem: Xavier Mauduit erzählt die Geschichte von Mexiko-Stadt, das ursprünglich auf einer Insel mitten in einem See gegründet wurde. Marie Bonnisseau berichtet darüber, dass Wildschweine in Polen - insbesondere in Warschau - immer häufiger in städtischen Gebieten auftauchen.
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