Sehr durchdachter deutscher Action-Thriller
Kriminalfilm
Supermarkt
Spielfilm
D 1974
ab 16
80 Min. (84 Min.)
Stereo
16:9
Willi ist abgehauen und schlägt sich durch die Großstadt. Vom Ganoven Theo wird er auf den Strich geschickt. Als er einem Mädchen begegnet, dem es noch dreckiger geht als ihm, will er es retten.
"Supermarkt" ist ein deutscher Action- und Kriminalfilm aus dem Jahr 1974, inszeniert von Roland Klick. Der Film erzählt die Geschichte des jungen Willi, der sich als Straßenkind durch das Hamburger Kiez schlägt. Mit seiner realistischen Darstellung und den rauen Milieustudien gilt er als ein bemerkenswertes Werk des deutschen Kinos. Der 18-jährige Willi schlägt sich auf dem Hamburger Kiez mit kleinen Gaunereien durchs Leben. Nach einer Verhaftung flieht er aus dem Polizeigewahrsam und begegnet einer Reihe von Menschen, die zunächst wie Retter aus seiner misslichen Lage erscheinen, sich aber schon bald als selbstgefällige Ausbeuter des orientierungslosen jungen Mannes erweisen. Zunächst gerät Willi in die Fänge eines Zuhälters, der ihn auf den Schwulenstrich schickt. Ein Journalist, der ihn zu hoffnungslosen Resozialisierungsprojekten heranzieht, will damit vor allem sein eigenes, frustrierendes Leben aufwerten. Als Willi sich in ein Mädchen verliebt, dem es scheinbar noch dreckiger geht als ihm selbst, macht er es sich zum Ziel, sie zu "retten". Mit allen Mitteln. Doch es dauert nicht lange, bis ihn seine Vergangenheit einholt. Regisseur Roland Klick ist bekannt für seine ungeschönte Darstellung gesellschaftlicher Randgruppen. "Supermarkt" ist ein Paradebeispiel für seinen Stil, der ohne moralischen Zeigefinger auskommt und stattdessen die raue Realität zeigt. Die Kameraarbeit von Jost Vacano, der später für "Das Boot" bekannt wurde, fängt die düstere Atmosphäre der Hamburger Hafenstadt perfekt ein. "Handwerklich erstaunlich routinierter Thriller von Roland Klick, der sich um geradliniges, emotionales Genrekino bemüht, das eher auf Identifikation als auf kritische Reflexion setzt - womit er sich bewusst vom deutschen Autorenfilm der siebziger Jahre abgrenzt." (Lexikon des internationalen Films)
Endlich mal wieder ein sympathischer Film eines jungen deutschen Regisseurs. Jemand hat sich was gedacht und ein Thema gewählt, über das zu Denken sich lohnt; hat einen Actionfilm gedreht, der Spannung und Ereignis nicht mit einer lahmen, zusammengestoppelten Geschichte aufpfropft, sondern aus dieser logisch entwickelt (Frankfurter Rundschau).
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Charly Wierczejewski
Willi
Eva Mattes
Monika
Michael Degen
Frank
Walter Kohut
Theo
Rudolf Brand
Geisel
Hans-Michael Rehberg
Homosexueller
Eva Schukardt
Anna
Witta Pohl
Frau der Geisel
Ferdinand Henning
Peter
Tilo Weber
Kommissar
Alfred Edel
Chefredakteur
Hans Irle
Polizist
Paul Burian
Sozialarbeiter
Heinz Domez
Zuhälter
Alexander Klick
Kind der Geisel
Karl Walter Diess
Mann
Edgar Bessen
Zweiter Polizist
Jürgen Bieske
Journalist
Rolf Jülich
Schauspieler
Peter Bertram
Schauspieler
Roland Klick
Regie
Georg Althammer
Drehbuch
Jane Seitz
Drehbuch
Jost Vacano
Kamera
Peter Hesslein
Musik
43888968