In die Jagd vernarrter Pfarrer braucht Hilfe
Komödie
Der Schuss von der Kanzel
Spielfilm
CH 1942
102 Min. (98 Min.)
Stereo
Der Konflikt zwischen Pfarrer Werdmüller, einem Jäger und Waffennarren mit lascher Berufsauffassung, und dem frommen Vikar Pfannenstiehl, der ganz in seiner Berufung aufgeht.
In Mythikon, einem friedlichen Dorf am Zürichsee im 17. Jahrhundert, amtet Pfarrer Werdmüller als Seelsorger der Gemeinde. Doch seine Schäfchen sind unzufrieden. Vernachlässigt der Pastor ob seiner Waffen- und Jagdleidenschaft doch die kirchlichen Pflichten aufs Gröbste. So vergisst er beispielsweise eine Taufe, während er mit dem jungen Hauptmann Kilchsberger auf Rebhuhnjagd durch die Wälder streift. Nach diesem Vorfall setzt die unzufriedene Gemeinde Dekan Steinfels aus Zürich auf ihren renitenten Pfarrer an. Dieser verwarnt Werdmüller streng: Noch ein Schuss, und er ist seine Pfründe los. Zerknirscht sucht Werdmüller nach dem Denunzianten und findet im jungen Vikar Pfannenstiel auch schnell den Schuldigen, den er umgehend aus seiner Pfründe verbannt. Für den unschuldigen Pfannenstiel bricht die Welt zusammen. Nicht nur verliert er seine Stelle, auch Werdmüllers Tochter Rahel, der der schüchterne Pfarramtskandidat linkisch den Hof macht, die aber bereits Kilchsberger versprochen ist, wird für ihn vollends unerreichbar. Traurig verabschiedet er sich von Rahel, die seine Gefühle teilt, um sich der Söldnertruppe von Werdmüllers Vetter, dem berühmt-berüchtigten Feldherrn Hans-Rudolf Werdmüller, als Feldkaplan anzuschließen. Der General akzeptiert den Antrag und verpflichtet den jungen Vikar darauf, ihm in den nächsten Tagen in den Krieg nach Frankreich zu folgen. Als Werdmüller vor dem Abrücken von seinem Patenkind Rahel erfährt, dass sie ihr Vater, wo sie doch den Pfannenstiel liebt, am Sonntag zur Heirat mit dem eitlen Kilchsberger zwingen will, beschließt der joviale Kriegsfürst einzugreifen und seinem waffenvernarrten Vetter einen rechten Streich zu spielen. Sein Ansinnen, die Dinge in Mythikon zu richten, erhält zusätzlich Dringlichkeit, nachdem er im Zerbrechen seiner Lieblingspfeife jenes Todesomen erkennt, dass ihm eine Zigeunerin vor Jahren vorausgesagt hatte. Regisseur Leopold Lindtberg und Drehbuchautor Richard Schweizer haben Conrad Ferdinand Meyers leichtfüßige Novelle 1942 für die Praesens-Film auf die Leinwand gebracht. Wie bereits in den Vorgängerfilmen konnte Theatermann Lindtberg auch bei "Der Schuss von der Kanzel" auf Darstellerinnen und Darsteller zurückgreifen, die er, wie beispielsweise Adolf Manz und Leopold Biberti, bereits von der Bühne her kannte. Für Fred Tanner und Irene Naef waren es erste große Rollen in einem Spielfilm. In Nebenrollen sind unter anderen Emil Hegetschweiler und Zarli Carigiet zu sehen. Die Cinémathèque suisse hat "Der Schuss von der Kanzel" mit Unterstützung des Vereins Memoriav auf Basis der originalen Nitrat-Negative fotochemisch restauriert. Schweizer Radio und Fernsehen hat den Film anschließend digitalisiert und digital restauriert.
Ein auf den ersten Blick steriler Film, der jedoch in seiner Atmosphäre stimmig ist und seine Verwicklungen mit leichter Ironie darbietet (Lex. des Internat. Films).
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Adolf Manz
Pfarrer Werdmüller
Irene Naef
Rahel - des Pfarrers Tochter
Leopold Biberti
General Hans-Rudolf Werdmüller
Fred Tanner
Kandidat Pfannenstiel
Jakob Sulzer
Hauptmann Kilchsperger
Zarli Carigiet
Hassan, ein Mohr
Mathilde Danegger
Babeli
Gottlieb Büchi
Kirchenrat
Enzo Ertini
Schauspieler
Emil Gerber
Kirchenrat
Walburga Gmür
Schauspieler
Jakob Guggi
Schauspieler
Emil Hegetschweiler
Krachhalder
Renate Hertenstein
Schauspieler
Hans Kaes
Schauspieler
Max Knapp
Kirchenrat
Max Werner Lenz
Dekan Steinfels
Hans Müdespacher
Schauspieler
Schaggi Streuli
Schauspieler
Marcelle Turian
Schauspieler
Ursula von Wiese
Schauspieler
Leopold Lindtberg
Regie
Richard Schweizer
screenplay
Emil Berna
Kamera
Robert Blum
Musik
42020147