Junger Filmemacher im Fokus der Ermittlungen
Drama
Juliette im Bade
Spielfilm
F 2022
95 Min. (92 Min.)
Pro Tipp
Premiere
Stereo
16:9
Originaltitel: Juliette dans son bain
Nachdem die Tochter des Kunstsammlers Kandiotis entführt worden ist, stürzen sich die Medien auf die Geschichte. In den Fokus der Ermittler gerät der junge Filmemacher Valentin Andrieu.
Eigentlich hat Ronald Kandiotis allen Grund zum Feiern: Im Fernsehen läuft ein Dokumentarfilm über seinen Werdegang als Kunstsammler, der ihn von seiner besten Seite zeigt. Beim anschließenden Abendessen mit seinen engsten Vertrauten fehlt nur seine Tochter Lara. Als die Nachricht von ihrer Entführung die versammelte Gesellschaft erschüttert, sitzt auch der junge Dokumentarfilmer Valentin Andrieu mit am Tisch. Während sich die Medien auf die Geschichte stürzen, beginnen Kommissar François Mattei und seine Kollegin Marie Longpré mit den Ermittlungen. Dabei knüpft sich Marie den Filmemacher Valentin vor, der durch seine Arbeit bestens mit dem Leben des Mäzens vertraut ist und diesen trotz seiner Schattenseiten verteidigt. Schließlich bekennen sich die AVRAK-Brigaden, die Ronald zur Rechenschaft ziehen wollen, zu der Tat. Ist das Bild, das der Dokumentarfilm auf sein Leben wirft, eine Lüge? Wie im Falle des Todes seiner ersten Frau bei einem Hausbrand soll Ronald zwar immer auf der Seite des Rechts, aber nie auf der der Moral gewesen sein. Aus Angst um seine Tochter beugt sich Ronald und veröffentlicht eine Reihe von Geständnissen in den sozialen Netzwerken. Ein nicht enden wollender Shitstorm bricht über ihn herein. Im Laufe der Ermittlungen beobachtet Kommissar François argwöhnisch, wie sich seine Kollegin Marie und der Filmemacher Valentin näherkommen und Ronald seinem Anwalt und langjährigen Begleiter Paul Amato immer weniger zu vertrauen scheint. Langsam kommen Zweifel auf: Steckt wirklich eine Gruppe hinter der Entführung oder doch ein Einzeltäter? Mit "Juliette im Bade" legt Regisseur Jean-Paul Lilienfeld eine Gesellschaftssatire nach einem Roman von Metin Arditi aus dem Jahr 2015 vor. Der Film wird überzeugend von dem cholerischen André Dussollier als einflussreicher Kunstliebhaber auf der einen Seite und dem Polizei-Duo Bruno Todeschini und Charlotte Gabris auf der anderen Seite getragen, deren Verhältnis im Laufe der Ermittlungen auf die Probe gestellt wird. Ein Kriminalfall, der durch seine durchgehenden Bezüge zu den großen Meisterwerken der Kunst für Abwechslung sorgt und dabei die Frage nach Schein und Sein in Zeiten sozialer Netzwerke aufwirft.
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
André Dussollier
Ronny Kandiotis
Marisa Berenson
Veronica Kandiotis
Charlotte Gabris
Marie Longpré
Bruno Todeschini
François Mattei
Jean-François Balmer
Paul Amato
Nicolas Bridet
Valentin Andrieu
Agnès Soral
Ariane Amato
Marie-Christine Orry
Edmonde Parisi
Manue Fleytoux
Lara
Laurent Soffiati
James
Jean-Paul Lilienfeld
Regie
Gilles Taurand
Drehbuch
Fabrice Sébille
Kamera
Philippe Sarde
Musik
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