Zahlen schreiben Geschichte
Staffel 1, Folge 7 von 10 | Geschichte
Mit dem Ausbruch des Vesuvs wurde Pompeji, die kleine Stadt am Golf von Neapel, im Jahr 79 nach Christus für immer vernichtet - und gleichzeitig auf ewig bewahrt. Ihre Überbleibsel galten lange als wichtiges historisches Zeugnis für das damalige Leben in einer römischen Kleinstadt. Doch neuere archäologische Funde und Bodenarchive zeigen, dass die Geschichte von Pompeji länger und einzigartiger ist als bisher angenommen: So wurde die Stadt nicht etwa von den Römern besiedelt, sondern hat sich im Laufe der Jahre selbst romanisiert. Und auch der pompejische Alltag war bei weitem weniger mustergültig als bislang vermutet. Heute gibt es in Pompeji noch immer viel zu entdecken: Spuren an einem Gebäude zeigen, dass die Stadt nach dem Erdbeben von 62 neu aufgebaut wurde; und der Abdruck eines Herbstblattes auf einem Bimsstein lässt darauf schließen, dass der Vesuv im Herbst ausgebrochen sein könnte. Die Dokumentation enthüllt die romantisch geprägte Konstruktion eines Pompeji als antike Modellstadt und zeigt, wie es damals wirklich war. Zahlen sind seit frühester Zeit Teil des menschlichen Daseins und der Zeitrechnung. Mit der neuen Dokumentationsreihe „Zahlen schreiben Geschichte“ blickt ARTE in einer Zeitreise zurück auf die großen Daten der Weltgeschichte. Die Reihe hinterfragt auch kritisch, wie die Geschichtsschreibung unser Weltgeschehen von der Antike bis heute anhand von Zahlen zusammenfasst.
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