WELT-Spezial
Zeitgeschehen
Mitleid statt Wende: Wadephuls brisante Syrienbotschaft Die Botschaft ist brisant: Humanitäre Hilfe für Syrien darf nicht an politische Bedingungen geknüpft werden. Das fordert der Parlamentarische Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Denis Wadephul, mit Nachdruck. Er plädiert für eine neue Strategie gegenüber dem Assad-Regime. Es gehe nicht darum, mit Assad zu kooperieren, sondern darum, den syrischen Bürgern zu helfen, die unter den Folgen des Bürgerkriegs und der Sanktionen leiden. Wadephul sieht die Gefahr, dass die derzeitige Politik die Not der Menschen verschärft und die humanitäre Katastrophe weiter anhebt. Er verweist auf die erschütternden Bilder aus den betroffenen Gebieten und betont, dass schnelles Handeln geboten ist. Die humanitäre Hilfe dürfe nicht länger von politischen Erwägungen blockiert werden. Wadephul schlägt vor, die Hilfe direkt an die Bevölkerung zu verteilen, ohne den Weg über die staatlichen Strukturen. Dies sei zwar schwierig, aber notwendig, um sicherzustellen, dass die Hilfe tatsächlich bei den Bedürftigen ankommt. Er räumt ein, dass seine Position in der politischen Debatte auf Widerstand stoßen wird. Doch er hält sie für notwendig, um eine humane Lösung für die syrische Krise zu finden. Denn es gehe nicht um eine Wende im Sinne einer Normalisierung der Beziehungen zum Assad-Regime, sondern um eine Wende im Denken, weg von ideologischen Haltungen und hin zu mehr Menschlichkeit.
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