Presseclub
Zeitgeschehen
Die heftigste Hitzewelle scheint vorüber, aber die Bilanz dieses Sommers ist verheerend: Das Robert-Koch-Institut geht von mindestens 14.000 Hitzetoten aus. Ökologisch wichtige Wälder und Hochmoore wurden durch Brände vernichtet. Temperaturen, aber vor allem auch die Zahl der Hitzetage, erreichten in vielen Städten Rekordwerte. Ernteverluste werden die Lebensmittelpreise steigen und nicht mehr befahrbare Flüsse das Wirtschaftswachstum sinken lassen. Wer aus den Urlaubsregionen von Spanien bis Griechenland zurückkehrt erlebte, dass dies nicht nur ein deutsches Phänomen war. Der Schock-Sommer 2026 verursacht nicht nur Milliardenschäden, sondern bringt auch die Fragen nach Klima- und Hitzeschutz zurück auf die Tagesordnung. Nun fordert die SPD, eine "Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung und Naturschutz" im Grundgesetz zu verankern. Dieser Vorstoß trifft in der Union allerdings auf Abwehr. Und der Kanzler steht in der Kritik, weil er über Wochen abgetaucht wirkte. Immerhin: an diesem Wochenende wird er das Waldbrandgebiet in der Eifel besuchen. Die Herausforderungen in der Klimapolitik sind groß. Aber wird sich das Thema in den politischen Prioritäten wieder nach vorne schieben? Welche Maßnahmen sind am dringlichsten? Und vor allem: Wie sollen die Milliardeninvestitionen für Klima- und Hitzeschutz finanziert werden, während gleichzeitig Wirtschaftsunternehmen, Bauern, und Sozialverbände nach Unterstützung für Schäden und Kostensteigerungen rufen?
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