Geschichte
Luftkrieg
Staffel 1, Folge 3 von 4
Reportage
D 2025
45 Min.
Stereo
16:9
Am nuklearen Abgrund
Im Kalten Krieg werden Nuklearwaffen zur globalen Bedrohung und zum Instrument der gegenseitigen Abschreckung. Doch auch ohne nukleare Eskalation fordern konventionelle Kriege in Korea, Vietnam und Afghanistan zahllose Opfer.
Mit den Atombombenabwürfen auf Japan beginnt 1945 das Atomzeitalter. Nuklearwaffen werden im Kalten Krieg zur globalen Bedrohung und zum zentralen Instrument der Abschreckung. Das Kräftemessen der Supermächte reicht bis ins All. Die Gefahr eines Atomkrieges rückt immer wieder bedrohlich nah. Stellvertreterkriege in Korea, Vietnam und Afghanistan zeigen: Auch ohne nukleare Eskalation fordern konventionelle Kriege zahllose Opfer. Im Koreakrieg setzen die USA die gleichen Bomber ein, die zuvor die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen hatten. Bestückt sind sie aber mit konventionellen Bomben, die großflächig das Land verwüsten. Am Himmel über Korea liefern sich erstmals amerikanische und sowjetische Düsenjets erbitterte Kämpfe. Im Kalten Krieg wird die Atombombe zur steten Bedrohung. Die USA schicken nuklear bewaffnete B-52-Bomber rund um die Uhr in die Luft. Die Sowjetunion zieht mit eigenen Atomwaffen und Raketen nach. Im Rüstungswettlauf der Supermächte liefern US-Spionageflugzeuge wie die U-2 Informationen über die Arsenale des Gegners, bis 1960 eine U-2 abgeschossen wird. Aus Vietnam gehen erschütternde Bilder von Napalm-Einsätzen um die Welt. In Afghanistan statten die USA später die Mudschahedin mit schultergestützten Stinger-Raketen aus. Sie holen damit moderne sowjetische Kampfhubschrauber vom Himmel. Auch in Deutschland wird nukleare Einsatzbereitschaft trainiert. Bundeswehrpilot Wulf Beeck fliegt den F-104 Starfighter, berüchtigt für eine Unfallserie und einen Korruptionsskandal. Viele Maschinen stürzen ab. Beeck verliert Kameraden - und fliegt weiter. Mo Barrett, Offizierin der U.S. Air Force, erklärt am Beispiel der Berliner Luftbrücke, wie entscheidend die Wahl des richtigen Transportflugzeuges für den Erfolg einer militärischen Operation sein kann. Von den Doppeldeckern und Ballons des Ersten Weltkrieges bis zu Drohnen und Hightech-Jets der Gegenwart - die militärische Luftfahrt hat Kriege verändert. Neue Technologien steigern Reichweite, Präzision und Zerstörungskraft - mit gravierenden Folgen für Soldaten und Zivilisten.
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Mo Barrett
Self - Oberst a.D., US Air Force
Wulf Beeck
Self - ehem. Bundeswehrpilot
Jordan Bimm
Self - Historiker
Buz Carpenter
Self - Oberst a.D., US Air Force
Craig William Duehring
Self - ehem. Fliegerleitoffizier, US Air Force
Ian Fritz
Self - ehem. Krypto-Analytiker, US Air Force
Claudia Gräf
Sprecherin
Michael Hankins
Self - Smithsonian Institution
Doris Müller-Toovey
Self - Historikerin
Victoria Taylor
Self - Luftfahrt-Historikerin
Michael Wegerich
Self - ehem. Pilot der NVA
Marco Wyss
Self
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