Diskussion
Arena
Talk
CH 2022
80 Min.
Stereo
Wie viel Frau braucht es im Bundesrat?
"Die SP hatte fast immer eine Frau und einen Mann im Bundesrat", sagt Co-Präsident Cédric Wermuth: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir davon abrücken." Parteiintern ist diese deutliche Ansage auch auf Kritik gestossen, beispielsweise bei der Solothurner Nationalrätin Franziska Roth: "Ich finde die Fixierung auf ein reines Frauenticket demokratisch und strategisch ungeschickt." Ist die Kritik berechtigt oder ein Frauen-Ticket nachvollziehbar? Auch wenn der definitive Entscheid der SP-Fraktion noch nicht gefallen ist, sind bürgerliche Männer verärgert. FDP-Vizepräsident Andrea Caroni sprach in der letzten "Arena" von einer "fetischartigen Fixierung" auf ein Frauen-Ticket. Die SP-Spitze hält dagegen, dass man als Partei der Gleichstellung nicht beide Bundesratssitze mit Männern besetzen könne. Ist es richtig, Männer von einer Kandidatur auszuschliessen? Oder sollte es nur um die Kompetenz der Kandidierenden gehen? Für die Co-Präsidentin der SP-Frauen, Tamara Funiciello, ist klar: "Es braucht junge Mütter im Bundesrat." Nur so gehe es vorwärts mit der Gleichstellung. Auf der Liste der möglichen Kandidatinnen gibt es mit der Berner Regierungsrätin Evi Allemann auch eine Mutter mit zwei kleinen Kindern. Exponentinnen und Exponenten der SVP bezeichnen die Strategie der SP als "kleinkarierte Denkweise". Braucht es mehr Frauen in der Politik? Oder unternehmen die Parteien dafür heute schon genug? Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz in der "Arena": - Diana Gutjahr, Nationalrätin SVP/TG - Jon Pult, Vizepräsident SP - Regine Sauter, Nationalrätin FDP/ZH - Andrea Gmür-Schönenberger, Ständerätin Die Mitte/LU Ausserdem im Studio: - Daniel Jositsch, Ständerat SP/ZH
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