Universum History: Alcatraz - Gefangen in der Hölle
Folge 231 | Geschichte
Das härteste Gefängnis der Welt: Diesen Ruf behielt Alcatraz auch nach seiner Schließung im Jahr 1963. In den drei Jahrzehnten seines Bestehens löste der Name "Alcatraz" Angst und Schrecken bei Sträflingen im ganzen Land aus. Auf der geheimnisvollen kalifornischen Felseninsel sollten Schwerverbrecher im Hochsicherheitsgefängnis komplett isoliert werden. Der riesige Stahlbetonbau war mit den modernsten Verriegelungssystemen seiner Zeit ausgestattet und verfügte über Gitterstäbe, die jedem Werkzeug standhielten. Doch es war nicht nur das Gebäude, das eine Flucht unmöglich erscheinen ließ. Es waren auch die Naturgewalten: Das eiskalte Wasser, das die Insel umgibt, und die heftigen Gezeiten, die einen Menschen innerhalb von Minuten hinaus auf das offene Meer treiben können. Dennoch unternahmen einige der gefährlichsten Straftäter eine Reihe an abenteuerlichen Fluchtversuchen. Sie waren Bankräuber, Entführer oder Mörder, saßen jahrzehntelange Strafen ab und hatten nichts mehr zu verlieren. Sie waren sich sicher: Auch Stahl und Beton sind nicht unbesiegbar. Und tatsächlich: Manche Häftlinge schafften es zwar aus der Gefängnisfestung – waren aber immer noch auf der Insel gefangen. Denn nun wartete die nächste Hürde: das eiskalte Wasser rund um die Insel. In spannenden Spielszenen stellt die Dokumentation "Alcatraz – Gefangen in der Hölle" Fluchtversuche nach. Ehemalige Wärter und Insassen erinnern sich an die spektakulärsten Ausbrüche. Es sind Fluchtversuche, die den monotonen Gefängnisalltag durcheinanderbrachten und den Ruf von Alcatraz als "ausbruchssicher" in Frage stellten. Wissenschafter/innen gehen der Frage nach, wo der Gebäudekomplex seine Schwachstellen hatte, und ein Arzt erklärt, warum die Bedingungen im Wasser in der Bucht von San Francisco so gefährlich sind. Historiker/innen rollen die spannendsten Ausbruchsversuche noch einmal auf: Einige von ihnen sind bis heute ungeklärt. Konnten manche Insassen bei ihrer Flucht doch das Festland erreichen? Fest steht: Von drei ehemaligen Häftlingen fehlt bis heute jede Spur.
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