Drama
Mein Sohn Helen
Spielfilm
D 2015
ab 12
90 Min. (89 Min.)
16:9
Finn hatte schon immer das Gefühl, im falschen Körper zu leben. Er hat sein Austauschjahr in den USA genutzt, um sich auch optisch in ein Mädchen zu verwandeln, und überrascht damit seinen Vater.
Als Tobias Wilke den 17-jährigen Finn nach dessen einjährigem Auslandsaufenthalt vom Flughafen abholen will, steht ihm eine junge Frau gegenüber, in der er nur langsam seinen Sohn wiedererkennt. Finn erklärt seinem verwirrten Vater, sich schon immer als Mädchen im Jungenkörper gefühlt zu haben. Er nennt sich nun Helen. Das Austauschjahr bei seiner Tante in den USA hat er genutzt, um die sexuelle Identität endlich offen zu zeigen. In der Zeit in San Francisco ist sein Entschluss endgültig gereift, sich ab sofort als Mädchen zu kleiden, um den gesetzlich vorgeschriebenen „Alltagstest" bestehen und bei Eintritt der Volljährigkeit eine geschlechtsangleichende Operation vornehmen lassen zu können. Für sein Umfeld beginnt der Härtetest. Nach dem ersten Schrecken sieht sich der aufgewühlte Vater mit einer Vielzahl von Fragen konfrontiert: Wie kann es sein, dass er nichts gemerkt hat? Hat seine vor zwei Jahren tödlich verunglückte Frau, deren Verlust Tobias noch nicht überwunden hat, etwas gewusst? Aber auch Helen muss sich schmerzlichen Fragen stellen: Wird es ihr gelingen, bei ihrem Entschluss zu bleiben? Selbst auf die Gefahr hin, die Menschen, die ihr am meisten bedeuten, zu verlieren? Gemeinsam begeben sich Vater und Tochter auf eine Reise, die sie gleichermaßen zueinander und zu sich selbst führt: ein komisches, liebevolles Ringen um Wahrheit und Selbstbestimmung. Ein Film über ein Transmädchen, ehrlich, einfühlsam und mutig erzählt. Das Thema "Transgender" rückt immer stärker in den Fokus des öffentlichen Interesses, auch als Filmthema. Eindrucksvoll, authentisch und klug wird hier die Problematik in all ihren Schattierungen beleuchtet. Eine Dramedy mit feinem Humor, weder sentimental noch düster. Jannik Schümann glänzt mit seiner berührenden Darstellung von Finn/Helen. Und Heino Ferch als alleinerziehender Witwer stellt die emotionale Achterbahnfahrt vom gänzlich überforderten bis zum verständnisvollen Vater glaubhaft dar.
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Heino Ferch
Tobias Wilke
Jannik Schümann
Finn Helen Wilke
Winnie Böwe
Diana Calis
Kyra Sophia Kahre
Jasmin Thalheimer
Judith Rosmair
Gabi Schäfer
Zoe Moore
Louisa Atalay
Timur Bartels
Adrian Peschel
Özgür Karadeniz
Boris Atalay
Sanne Schnapp
Petra Atalay
Thilo Prothmann
Helge Schott
Milena Dreißig
Mimi Schott
Rafael Gareisen
Christopher Funke
Hauke Petersen
Theo Kalkbrenner
Luc Feit
Dr. Noak
Irene Rindje
Frau Moor
Manfred Andrae
Hans Wilke
Gregor Schnitzler
Regie
Sarah Schnier
Drehbuch
Jutta Pohlmann
Kamera
Maurus Ronner
Musik
33651382