Drama
Paradies: Liebe
Folge 1
Spielfilm
A/D/F 2012
ab 16
110 Min. (120 Min.)
Dolby Digital
16:9
Die 50-jährige Teresa reist als Sextouristin nach Kenia. Auf der Suche nach der großen Liebe wechselt sie von einem Beachboy zum nächsten. Erst spät realisiert sie, dass es dort keine Liebe gibt.
Teresa möchte im Urlaub eine Auszeit von ihrem Leben als alleinerziehende Mutter. Eine Ferienanlage in Kenia hat sie nicht nur wegen Strand und Sonne ausgesucht. Diese ist ein Anlaufpunkt für österreichische Frauen um die 50, für die das Sexualleben zu Hause weitgehend passé ist. Von ihrer erfahrenen Freundin Inge erfährt Teresa, dass hierzulande "Sugarmamas" getrost ihre Komplexe wegen ihres Alters oder ihrer Problemzonen abstreifen und ungeniert Abenteuer mit den "Beachboys" genießen können. So einfach mit einem von ihnen ins Bett zu gehen, das schafft Teresa nicht auf Anhieb. Als sie den zurückhaltenden Munga kennenlernt, ist es jedoch anders: Bei ihm fühlt sie sich schön und begehrt. Geschickt lässt er die Touristin glauben, dass es in Afrika eine besondere Form der Liebe gibt – ewig und ohne Altersgrenzen. Im Rausch der Gefühle vergisst Teresa sogar den Geburtstag ihrer pubertierenden Tochter, mit der sie über die Mailbox kommuniziert. Das Glück währt leider nicht lange, denn Munga beginnt – wie alle anderen – nach Geld zu fragen: für seine angebliche Schwester und ihr Baby, die Schule im Ort und schließlich den kranken Vater. Natürlich weiß Teresa, was los ist. Und zieht ihre Lehren: Zutiefst verletzt, hat sie keine Hemmungen mehr, sich Männer einfach zu nehmen. Schon bald beginnt Teresa, Grenzen zu überschreiten. "Paradies: Liebe" bildet den Auftakt zu Ulrich Seidls Trilogie, die von Ödön von Horváths Drama "Glaube Liebe Hoffnung" sowie dem Paulusbrief inspiriert ist. Erzählt werden Geschichten von drei Frauen und ihren unerfüllten Sehnsüchten. Margarethe Tiesel spielt im ersten Film schonungslos eine 50-jährige Alleinerziehende, die sich als Sextouristin in eine Scheinwelt begibt und dort die Lust an der Macht entdeckt. Mit makellosen, perfekt komponierten Bildern erzählt die Tragikomödie eine bitterböse Geschichte. Die Verbindung aus schwarzem Humor, beißendem Sarkasmus und abgrundtiefer Traurigkeit weisen den Film als ebenso meisterhaftes wie umstrittenes Kunstwerk aus. "Paradies: Liebe" feierte 2012 seine Premiere beim Filmfestival in Cannes.
"Paradies: Liebe" wurde 2013 mit Österreichischen Filmpreisen für den besten Film, die beste Regie und die beste Schauspielerin ausgezeichnet. "Der Auftakt von Ulrich Seidls "Paradies"-Trilogie verdichtet deren Thema, die Sehnsucht nach Liebe und den Zusammenprall der Sehnsucht mit der Realität, zur bildmächtigen Erzählung. Vor dem Hintergrund eines Urlaubsresorts in Kenia muss eine 50-jährige Österreicherin begreifen, dass die erotischen Abenteuer mit jungen einheimischen Männern keineswegs auf innerer Zuneigung beruhen, sondern Sex ein Geschäft ist, das ganze Familien ernährt." (Lexikon des Internationalen Films) Mehr zur Berlinale im Internet auf ARTE Cinema unter: cinema.arte.tv.
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Margarete Tiesel
Teresa
Peter Kazungu
Munga
Inge Maux
Teresas Freundin
Dunja Sowinetz
Urlauberin
Helen Brugat
Urlauberin
Gabriel Mwarua
Gabriel
Josphat Hamisi
Josphat
Carlos Mkutano
Salama
Melanie Lenz
Teresas Tochter
Maria Hofstätter
Teresas Schwester
Livingson Nyambu
Tourguide
Tobias Kasiwa
Animateur
Leonora Migide
Schwester Munga
Anderson Mutisya
Stripper
Francis Aluoch
Room Boy
Kenga Randu
Room Boy
Samuel Koigi
Freund Inge Max
Gabriel Lima
Autodromfahrer
Werner Lehner
Autodromfahrer
Fritz Neidhardt
Autodromfahrer
Natascha Klonfar
Autodromfahrer
Jenny Nehiba
Autodromfahrer
Marcel Schöner
Autodromfahrer
Brigitte Egritzberger
Autodromfahrer
Jasmin Mohammed Aly
Autodromfahrer
Stefan Rak
Autodromfahrer
Christian Toth
Autodromfahrer
Wolfgang Weber
Autodromfahrer
Robert Caha
Autodromfahrer
Lydia Orfandl
Autodromfahrer
Dominik Streimelweger
Autodromfahrer
Petra Brandlmayer
Autodromfahrer
Manuel Dremml
Autodromfahrer
Kadir Al Bayrak
Autodromfahrer
Anton Steenbock
Autodromfahrer
Manfred Holub
Autodromfahrer
Silvia Vasovec
Autodromfahrer
Afrikan Singers
Musikanten
Joseph Kilonzo
Musikanten
Stephen Nyale Karish
Musikanten
Ulrich Seidl
Regie
Veronika Franz
screenplay
Edward Lachman
Kamera
Wolfgang Thaler
Kamera
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