Die großen Lügen der Geschichte
Staffel 4, Folge 1 | Geschichte
Über ein halbes Jahrhundert manipulierten amerikanische Tabakkonzerne ihre Kunden. Eine teure und tödliche Desinformationskampagne begann am 14. Dezember 1953, nachdem wissenschaftliche Berichte einen Zusammenhang zwischen Zigarettenrauch und Krebs festgestellt hatten. Die Unternehmen einigten sich darauf, eine PR-Agentur zu beauftragen, um Ängste der Bevölkerung zu zerstreuen und investierten in Forschung sowie in Historiker, die die Industrie unterstützen sollten. Vierzig Jahre später, am 4. April 1994, sagten Vertreter der Tabakindustrie vor dem Kongress der Vereinigten Staaten aus, dass Nikotin nicht süchtig mache. 1998 wurden die Konzerne zu einer Geldstrafe von 200 Milliarden Dollar verurteilt und zur Offenlegung ihrer Archive verpflichtet. Die freigelegten Dokumente zeigten eine groß angelegte Strategie zur Desinformation und Manipulation, die 2006 mit einem Geständnis endete: Die Tabakkonzerne hatten die Amerikaner über die gesundheitlichen Auswirkungen des Rauchens bewusst belogen.
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