Geschichtsträchtiger Marsch von Martin Luther King
Drama
Selma
Spielfilm
USA/GB/F 2014
115 Min. (128 Min.)
Der Film rekapituliert einen im März 1965 von Martin Luther King jr. initiierten und aufsehenerregenden Protestmarsch der Bürgerrechtsbewegung von Selma in Alabama in die Hauptstadt Montgomery.
Seit dem amerikanischen Civil Rights Act von 1964 sind Schwarze und Weiße vor dem Gesetz gleich. Faktisch nützt das den Afroamerikanern nicht viel: Noch immer werden sie in den USA diskriminiert und terrorisiert. Selbst Mörder wie jene Attentäter, die 1963 bei einem Sprengstoffanschlag auf eine Kirche in Birmingham, Alabama, vier afroamerikanische Mädchen getötet haben, gehen straffrei aus. Einer der Gründe: Schwarze dürfen sich nicht ins Wählerregister eintragen. Dadurch bleibt ihnen der Zugang zu wichtigen Gremien in Regierung und Justiz versperrt, wo Weiße ihre eigenen Interessen vertreten. Als Martin Luther King 1964 den Friedensnobelpreis erhält, nutzt er eine Einladung ins Weiße Haus, um Lyndon B. Johnson zu einer entsprechenden Gesetzesnovelle zu drängen. Der Präsident bleibt zurückhaltend - eine Unterstützung des umstrittenen Bürgerrechtlers könnte ihn Wählerstimmen kosten. Während das FBI jeden seiner Schritte überwacht, konzentriert sich King mit seiner Bürgerrechtsbewegung auf die Stadt Selma in Alabama. Hier geht der rassistische Sheriff Jim Clark mit besonderer Härte gegen die schwarze Bürgerrechtsbewegung vor. Mit einem friedlichen Protestmarsch in die 86 Kilometer entfernte Hauptstadt Montgomery soll die Öffentlichkeit für diese Missstände sensibilisiert werden. Als die Polizei am „Bloody Sunday“ 600 friedliche Demonstranten vor laufenden Fernsehkameras mit Knüppeln und Tränengas angreift, kommt es zu einem landesweiten Aufschrei, der den Lauf der Geschichte verändert. „Selma“ ist die erste große Filmbiografie über Martin Luther King, eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der amerikanischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Inszeniert wurde das packende Historiendrama von Ava DuVernay, einer Nachwuchsfilmemacherin, die zuvor mit ihrem Debüt „Middle of Nowhere“ den begehrten Sundance-Regiepreis gewann. „Selma“ richtet den Fokus auf die entscheidende Phase im Kampf der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Der Film räumt mit dem Klischee auf, wonach aufrechte Weiße notwendig waren, um das afroamerikanische Wahlrecht durchzusetzen. Dank der überzeugenden Darstellung David Oyelowos wird nachvollziehbar, wie sich der charismatische Bürgerrechtler in zermürbenden Hinterzimmer-Gesprächen den Notwendigkeiten der Realpolitik stellen musste. Selten hat man Polizeigewalt so mitleidlos gesehen wie in den furiosen Massenszenen auf der historischen Edmund Pettus Bridge. Der mit Tom Wilkinson als Präsident, Tim Roth als unbelehrbarem Hardliner und Carmen Ejogo als Kings Frau Coretta überragend besetzte Film erteilt eine eindrückliche Geschichtslektion, ohne erhobenen Zeigefinger. John Legend erhielt einen Oscar für die beste Filmmusik.
Ausgezeichnet mit einem Oscar 2015 und mit zahlreichen anderen Nominierungen und Preisen überhäuft, erzählt das Geschichtsdrama von der unausweichlichen Realität der 1965er Jahre in den USA. Ava DuVernay, die mit ihrem Film den bedeutsamen Protestmarsch Martin Luther Kings wiederbeleben lässt, ist die erste nicht-weiße Regisseurin, die für einen Golden Globe nominiert wurde. "Die Zutaten sind richtig und gut: Eine Hauptfigur, die nicht zum Heiligen gemacht wird, sondern auch Schwächen besitzt. Eine Bewegung, in der es reale Auseinandersetzungen um Strategien gibt. Und nicht zuletzt die Gewalt der Bilder." (Metropolitain-Circus).
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
David Oyelowo
Dr. Martin Luther King, Jr.
Tom Wilkinson
Präsident Lyndon B. Johnson
Carmen Ejogo
Coretta Scott King
Giovanni Ribisi
Lee C. White
Alessandro Nivola
John Doar
Cuba Gooding Jr.
Fred Gray
Tim Roth
Gouverneur George Wallace
Oprah Winfrey
Annie Lee Cooper
André Holland
Andrew Young
Stephan James
John Lewis
Lorraine Toussaint
Amelia Boynton
Wendell Pierce
Rev. Hosea Williams
Martin Sheen
Frank Minis Johnson
Stan Houston
Sheriff Jim Clark
Dylan Baker
J. Edgar Hoover
Trai Byers
James Forman
Ruben Santiago-Hudson
Bayard Rustin
Colman Domingo
Ralph Abernathy
Omar J. Dorsey
James Orange
Tessa Thompson
Diane Nash
E. Roger Mitchell
Frederick Reese
Kent Faulcon
Sullivan Jackson
Jim France
Gunnar Jahn
Trinity Simone
Girl #1
Mikeria Howard
Girl #2
Jordan Rice
Girl #3
Ebony Billups
Girl #4
Nadej K. Bailey
Girl #5
Elijah Oliver
Boy #1
Brian Kurlander
Voice on Recorder
Ava DuVernay
Regie
Paul Webb
written by
Bradford Young
Kamera
Jason Moran
Musik
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