Sparsamkeit als einmaliges Erfolgsrezept
Dokumentation
Die ALDI-Brüder
Reportage
D 2018
90 Min.
Stereo
Originaltitel: Aldi - Eine deutsche Geschichte
Die spektakuläre Entführung des Unternehmers Theo Albrecht im November 1971 bildet den Dreh- und Angelpunkt dieser Dokumentation über die Familie Albrecht und die Gründung ihrer Discounter-Kette Aldi.
Am 29. November 1971 wird der Unternehmer Theo Albrecht Opfer einer Entführung. Gefordert wird die bis dato höchste Lösegeldsummer der Bundesrepublik. Es folgen 17 Tage Martyrium. Zum Zeitpunkt der Entführung ist es gerade zehn Jahre her, dass die Albrecht-Brüder die Bundesrepublik unter sich in Nord und Süd aufgeteilt hatten. Für das packende Dokudrama „Die ALDI-Brüder" hat Regisseur Raymond Ley diese 17 Tage der Entführung zum Dreh- und Angelpunkt seiner Erzählung über eine der bedeutendsten und gleichsam geheimnisvollsten Unternehmerfamilien Deutschlands gemacht: „Die Entführung stellt eine Zäsur im Leben der Familie dar. Rund um die 17 Tage Gefangenschaft werfen wir ein ,Schlaglicht' auf die zwei Milliardäre aus Essen. Die Ausnahmesituation ermöglicht den Einblick in das Leben der zurückgezogenen Aldi-Familie." Um diese Zäsur so authentisch wie möglich darzustellen, hat der Regisseur exklusive Einblicke in die damaligen Gerichtsakten bekommen und aus dem späteren Prozess den damaligen Vorsitzenden Richter Dr. Klaus Wygold befragt. „Der Film erzählt die Geschichte zweier Lichtgestalten der deutschen Wirtschaftswundergeschichte - mit zahlreichen Rückblicken in die Kindheit der beiden Brüder und die Zeit des Aufbaus ihres Handelsimperiums", so Regisseur Raymond Ley. Mit einem reduzierten Sortiment von damals 600 Produkten wurden die Albrechts stilbildend für die deutschen und internationalen Discounter. Neben Arnd Klawitter (Theo Albrecht) und Christoph Bach (Karl Albrecht) sind u.a. Peter Kurth (als Entführer Heinz-Joachim Ollenburg), Ronald Kukulies (Entführer Paul Kron), Hannah Schröder (Mia Albrecht) und Adina Vetter (Cilly Albrecht) zu sehen. In den Läden der Albrechts gab es weder Regale für die Artikel noch Verkaufspersonal. Keine freiwillige Entscheidung der beiden Brüder, wie Walther Vieth, der 1961 als Geschäftsführer den ersten ALDI-Laden eröffnete, im Film erklärt: „Das ALDI-Prinzip ist aus der Not geboren worden. Die kleinen Läden, die die beiden Brüder nach dem Krieg in den Arbeitersiedlungen aufgebaut hatten, liefen nicht mehr. Der ALDI-Diskont ist wirklich als Arme-Leute-Laden entstanden." Theo Albrecht verantwortete ab 1961 - dem Jahr des Mauerbaus - ALDI Nord, Karl die Läden von ALDI Süd. Sparsamkeit war von jeher das Erfolgsrezept der katholischen Brüder - sowohl was die Ausstattung ihrer Läden anging, als auch ihren eigenen Einkauf. Wie veränderte sich durch die Aufteilung in Nord und Süd das Verhältnis innerhalb der Familie? Wie unterschieden sich die Albrechts in ihrer Führung der Geschäfte? Und wer war erfolgreicher? Durch viele Gespräche und Recherchen gelang dem Regisseur für diesen Film erstmals, eine authentische Charakterstudie der sagenumwobenen Unternehmer-Brüder. Film von Raymond Ley
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Arnd Klawitter
Theo Albrecht
Christoph Bach
Karl Albrecht
Peter Kurth
Heinz-Joachim Ollenburg
Ronald Kukulies
Paul Kron
Gerti Drassl
Louise Ebert:
Hannah Schröder
Mia Albrecht
Adina Vetter
Cilly Albrecht
Raymond Ley
Regie
Hannah Ley
Drehbuch
Philipp Kirsamer
Kamera
Ansgar Krajewski
Kamera
Ralf Hildenbeutel
Musik
Steffen Britzke
Musik
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