Rekonstruktion einer rührenden Familiengeschichte
Drama
Die Asche meiner Mutter
Spielfilm
USA/IRL 1999
ab 12
135 Min. (145 Min.)
Stereo
Originaltitel: Angela's Ashes
Irland um um 1935: Der junge Frank (Joe Breen) muss miterleben, wie seine Mutter Angela mit allen Mitteln um das Überleben ihrer Familie kämpft, während der Vater sich immer mehr dem Suff ergibt.
Die Familie McCourt ist kinderreich und bitterarm. Es ist das Jahr 1935, knapp 15 Jahre nach der Teilunabhängigkeit Irlands, und das Leben in Limerick ist ein hartes Los. Wie so viele träumt auch die Familie McCourt von einer besseren Zukunft in Amerika, doch diese Hoffnung schwindet nach und nach. Armut, Arbeitslosigkeit und Verzweiflung wachsen mit jedem Tag. Familienoberhaupt Malachy McCourt ist ein ambivalenter Mann und Vater. Er liebt seine Kinder, doch wenn er mal Arbeit hat, versäuft er umgehend seinen Lohn. Eines Tages verschwindet er, ohne eine Nachricht zu hinterlassen. Halt der Familie ist die energische Mutter Angela. Zum Betteln geht sie immer wieder zur Kirche, begleitet von ihrem Sohn Frank. Der permanente Regen lässt Limerick besonders elend aussehen: Die Wohnung der Familie liegt direkt an einer Gosse, die als öffentlichen Toilette genutzt wird. Kinder sterben an Kälte oder Unterernährung. Bildung ist Mangelware, die Schule vermittelt nur eiserne Disziplin. Im Kino erlebt der heranwachsende Frank eine andere, neue und magische Welt: Amerika erscheint ihm als Land der Träume. Doch muss er zunächst bei einem Kohlehändler arbeiten, bevor eine Krankheit und der darauf folgende Aufenthalt im Hospital ihm neue Möglichkeiten eröffnen. Er widmet sich begierig und voller Eifer dem Lesen und Lernen und scheint so der Verwirklichung seines amerikanischen Traums immer näher zu kommen. 45 Jahre arbeitete Frank McCourt als Englischlehrer in den USA, bevor er mit "Die Asche meiner Mutter" seine Autobiografie und die Geschichte seiner Familie schrieb, ein Weltbestseller. Der britische Regisseur Alan Parker machte daraus einen bewegenden und überzeugenden Film, visuell um Rekonstruktion des Elends bemüht, ohne es allzu sehr ausgestellt wirken zu lassen. Nicht zuletzt tragen die Darsteller zur stimmigen Atmosphäre des Films bei, wie Emily Watson, für die als Mutter Angela mehr Elend kaum vorstellbar ist, sie aber dennoch ihren Lebensmut bewahrt und für das Überleben ihrer Kinder sorgt. Alan Parker gehört zu den erfolgreichsten europäischen Regisseuren in Hollywood. Mit Filmen wie "Fame", "Birdy", "Angel Heart", "Mississippi Burning", "The Comittments", "Evita" oder "The Life of David Gale" greift er zudem immer wieder populäre und brennende gesellschaftliche Themen auf und bringt sie einem breiten Publikum nahe. Emily Watson ist eine der herausragenden britischen Schauspielerinnen der 90er Jahre. Ihre bekanntesten Filme sind "Breaking the Waves", "The Boxer" und "Hilary and Jackie", mit denen sie schon früh Weltruhm erlangte. Ihren unglücklichen Ehemann spielt der Schotte Robert Carlyle, der durch Filme wie "Trainspotting", "Ganz oder gar nicht" oder auch "James Bond 007 - Die Welt ist nicht genug" international bekannt wurde.
Regisseur Alan Parker ist mit "Die Asche meiner Mutter" ein bewegendes Drama gelungen, das auf der Bestseller-Autobiografie von Frank McCourt basiert. Eine Oscar-Nominierung gab es auch - für die Beste Filmmusik..
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Emily Watson
Angela McCourt
Robert Carlyle
Malachy
Joe Breen
Frank als Kind
Ciaran Owens
Frank als Jugendlicher
Michael Legge
Frank als Erwachsener
Ronnie Masterson
Großmutter Sheehan
Pauline McLynn
Tante Aggie
Liam Carney
Onkel Pa Keating
Eanna Macliam
Onkel Pat
Daire Lynam
Margaret Mary
Ben O'Gorman
Eugene
Sam O'Gorman
Oliver
Alan Parker
Regie
Laura Jones
screenplay
Michael Seresin
Kamera
Chris Connier
Kamera
John Williams
Musik
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