Was Männer können, können Frauen schon lange
Komödie
Der Chevalier des Königs
Spielfilm
I/F 1959
Keine Jugendfreigabe
80 Min. (96 Min.)
Originaltitel: Le Secret du Chevalier d'Eon
Der reiche Comte d'Eon will sein Vermögen nur einem männlichen Nachfolger vererben. Kurzerhand macht seine habgierige Verwandtschaft aus Geneviève den Jüngling Charles und erzieht sie als Mann.
Burgund, 1728: Nichts wünscht sich der grantige Comte d'Eon mehr, als dass die Frau seines Neffen Pascal nach sieben Töchtern endlich einen Jungen zur Welt bringt - seine einzige Hoffnung auf einen Erben und Stammhalter. Doch auch das achte Kind ist ein Mädchen, und so greift Pascal zu einer Notlüge und gibt die kleine Geneviève kurz entschlossen als "Charles" aus - schließlich hängt auch seine eigene Erbschaft davon ab, dass er seinem Onkel einen Sohn präsentieren kann. Und da der Comte ohnehin nicht mehr lange zu leben hat, so Pascals Hoffnung, müsse man die Maskerade sicher nicht allzu lange aufrechterhalten. Doch weit gefehlt: 20 Jahre später ist der herrische Alte noch immer wohlauf. Geneviève hat sich inzwischen daran gewöhnt, "Charles" zu spielen. Daher macht es ihr auch nichts aus, als ihr Onkel sie zu einem Dragoner-Regiment schickt. Fluchend, fechtend und trinkfest steht sie zwischen den raubeinigen Soldaten ihren Mann. Durch die Vermittlung einer Comtesse wird "Charles" von König Ludwig XV. und der Marquise Pompadour eines Tages für eine staatstragende Mission auserkoren und soll nach Petersburg reisen, um bei der Zarin Elisabeth den anstehenden Pakt Russlands mit Preußen zu sabotieren. Und weil Elisabeth angeblich nur Frauen in ihrer Nähe duldet, soll der zierliche "Charles" sich als Frau verkleiden. Inspiriert von der schillernden Lebensgeschichte des Chevalier d'Eon, der fast fünf Jahrzehnte seines 81-jährigen Lebens als Mann und die restlichen Jahre als Frau verbrachte, erzählt "Der Chevalier des Königs" eine humorvolle Mantel-und-Degen-Geschichte. In den Hauptrollen überzeugen Andrée Debar ("Hafen des Verlangens"), Isa Miranda ("Die Mauern von Malapaga") und Gabriele Ferzetti, der vor allem durch seine Rolle als Eisenbahnbaron in "Spiel mir das Lied vom Tod" bekannt wurde. Jacqueline Audry (1908-1977) - vor allem durch drei "Colette"-Verfilmungen ("Gigi"/ "Mitsou und die Männer"/ "Die naive Sünderin") und ihre eindringliche Sartre-Adaption "Geschlossene Gesellschaft" (1954) bekannt - inszeniert eine historische Verwechslungskomödie mit opulenter Rokoko-Ausstattung.
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Andrée Debar
Charles - Chevalier d'Éon / Geneviève de Beaumont
Isa Miranda
Zarin Elisabeth
Gabriele Ferzetti
Bernard Turquet de Mayenne
Bernard Blier
Baron Dextroff
Jean Desailly
Louis XV.
Simone Valère
Marquise de Pompadour
René Lefèvre
Antoine d'Eon
Bernard La Jarrige
Pascal d'Eon de Beaumont
Maryse Martin
Georgette
Dany Robin
Comtesse de Monval
Gisèle Grandpré
Blanche d'Eon de Beaumont
Jacques Castelot
Le marquis de l'Hospital
Hélène Tossy
Schauspieler
Marcel Lupovici
Homme de main du baron d'Exter
Olivier Mathot
Schauspieler
Fausto Tozzi
Ivanov
Rico Lopez
Un cavalier
François Nadal
Schauspieler
Michel Roux
Narrator
Jacqueline Audry
Regie
Cécil Saint-Laurent
Drehbuchautor
Ennio de Concini
Drehbuch
Vittorio Nino Novarese
Drehbuch
Jacques Rémy
Drehbuch
Henri Alekan
Kamera
Marcel Grignon
Kamera
Joseph Kosma
Musik
Carlo Rustichelli
Musik
38370012